Light Speed > Unsere Hunde > Zony > Zony privat

 

Canyonland Arizona Dream, Sternzeichen Krebs

Charaktereigenschaften: anhänglich, leichtführig, sensibel, verfressen

 

Persönliche Spezialität: manisches Futterbeschaffen

Zony ist davon überzeugt, daß die Menschen es eigentlich nur darauf abgesehen haben, sie langsam und jämmerlich verhungern zu lassen. Immerhin wird sie mit einer Portion völlig unzureichender Futterbröcklein am Tag abgespeist, während sich die Menschen in einem fort vollstopfen.

Der einzige Ausweg aus dieser mißlichen Situation ist es, sich sein Futter selber zu besorgen. Der Klassiker schlechthin ist der Einbruch in die Futtertonne. Meist findet man die Futtertonne dann offen, den Deckel verschoben, den irrtümlich im selben Zimmer wie Zony aufbewahrten Futtersack angeknabbert oder umgeworfen.
Einmal allerdings kamen wir zurück nach Hause, alles schien unberührt, nur Zony war verschwunden. Nach immer panischer werdender Suche und erfolglosem Rufen (sie konnte doch wohl nicht aus dem Fenster gesprungen sein?!?!) öffnete ich schließlich- weil wir sonst schon überall gesucht hatten, die Futtertonne. Unter dem gut geschlossenen Klappdeckel lag da wie eine glückliche schwarze Made komplett rund eingeringelt, Zony im Verdauungsschlaf in der Futtertonne. Das muß ihre Vorstellung vom Paradies gewesen sein.
Wenn man daran denkt, Zony nicht im selben Zimmer wie Hundefutter aufzubewahren, findet sie zahlreiche andere Möglichkeiten, sich zu ernähren. Viele Dinge, die sie findet, verträgt sie zum Glück ganz hervorragend. Zum Beispiel scheint die Regel, daß Schokolade für Hunde giftig ist, nicht für Zony zu gelten, die wie eine Katze durch die Regale klettert um Schokoladetafeln zu klauen und samt zumindest der Hälfte des Staniolpapiers aufzufressen. Auch von Rumkugeln hatte sie nicht einmal einen verdorbenen Magen, nur einen interessanten Hundeatem.
Weniger gut bekommen ist ihr die Zweiliterflasche Sonnernblumenöl, die sie aus dem Regal gefischt, den Deckel abgebissen und den Inhalt zum bequemeren Konsum am Küchenboden ausgelehrt hat.
Da mußte sie dann schon seeehr oft Gassi gehen! Aber wenn ich je einen Border Collie gesehen habe, der vor lauter Übelkeit schon ganz grün im Gesicht war, dann war es Zony als sie eine Packung Mehl (aus dem geschlossenen Kasten) geholt und aufgefressen hatte. Beim Heimkommen lag auf der Fußmatte in einem weißen Mehlteppich Zony, die mit total grünem Gesicht gewissenhaft versuchte, auch noch das restliche Mehl auszuschlecken. Auch wenn ihr schon erbärmlichst übel war, konnte sie sich unmöglich die letzten 20 Kalorien entgehen lassen!!

 

 


 

Zony ist inzwischen zu einer kleinen Schönheit herangewachsen. Sie hat ein sanftes und liebevolles Wesen und ist leicht zu erziehen, da sie sehr interessiert daran ist, alles richtig zu machen. Sie trainiert einmal in der Woche an den Schafen und einmal in der Woche Agility.

 

Zony ist fürchterlich verfressen und man muß immer auf sie aufpassen, denn sie klaut alles, was nicht bewacht wird, sogar vom Tisch –zum Beispiel das Frühstück, wenn man es kurz aus den Augen lässt, oder wie neulich eine Packung Rum-Kokos-Kugeln, deren Verpackung fachgerecht zerfetzt und der Inhalt verputzt wurde. Erstaunlicherweise scheint das ihrer Verdauung nicht einmal geschadet zu haben!

Aber Zony hat überhaupt ihre eigenen Regeln: Sie liebt jegliches Gemüse und Obst- sie bekommt alle unsere Gemüseschalen und -reste (leicht gekocht und ungewürzt natürlich) Die beiden Rüden rümpfen bei so einem Gemüseteller nicht einmal die Nase, während sich Zony freut und die Vegetarierkost auch noch hervorragend verträgt. Dafür verträgt sie kein rohes Fleisch und keine fertige Feuchtnahrung.

Wir haben den Verdacht, Zony war im letzten Leben ein Schaf und hat diesmal noch den Schafsmagen samt Grasfresserblinddarm mitbekommen!