Light Speed > Was sich unsere Welpen wünschen

 

Zony:

Danke für dein Interesse an einem von unseren Welpen!

Ich freue mich selber schon sehr auf den Wurf. Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen, als für so süße kleine Pelzknäuel zu sorgen, beim Gedanken wird mir ganz weich ums Herz- ich glaube ich bin irgendwie der mütterliche Typ. Viel Kuscheln und viele Bussis gehören für mich dazu. Zum Glück habe ich mit unseren Menschen da genau die Richtigen gefunden!

Celtic bewundere ich ja sehr- was der alles kann! Und vor nichts fürchtet er sich und immer ist er cool und tough!

Manchmal versuche ich ihn  auch mit Bussis zu überschütten, er tut dann immer so als würde ihn das gar nicht berühren, aber ich weiß, daß er mich auch sehr gern hat. Ab und zu geht er an mir vorbei und gibt mir ein kleines Bussi im Vorbeigehen- das sind die schönsten Momente für mich, ich bin halt schon sehr liebesbedürftig. Tja, dann weiß ich wieder, daß er mich doch lieb hat aber einfach cool wirken muß! Männer sind halt Männer!

 

Celtic:

Zony ist eine ganz liebe Hündin. Aber sie ist nicht nur lieb sondern auch ziemlich begabt für die Schafarbeit und für Agility. Ihre Outruns sind ganz fantastisch- alle Achtung! Für mich, mit meinen tollen Vorfahren- lauter englische Hütechampions- zählt die Arbeit natürlich sehr viel. Zum Glück ist Zony kein verweichlichter flauschiger Sofahund- obwohl sie schon sich schon sehr oft aufs Sofa schleicht, weil ihr die Menschen einfach nicht widerstehen können- nein, sie ist ein echter Border Collie, der zu echter Arbeit taugt. Das war ihre Mutter ja auch schon, obwohl die ein echter Show-Champion ist. Auch Zonys Schwester, die schon erfolgreichster österreichischer Junghund 2003 geworden ist, und die sicher auch demnächst ihren Show-Championtitel hat, hat die Hüteanlagen eines echten Borders! Und mit Zonys Tante Shadow war ich ja eng befreundet, die war ein wahres Energiebündel und super in Agility und Obedience, und auch im Hüten hätte sie es weit bringen können, wenn sie hätte regelmäßig trainineren können. Naja, es ist ja auch kein Wunder, schließlich sind ja Sky (Zonys Mutter) und Shadow Enkel von meiner eigenen Schwester Vienna, und Qualität vererbt sich eben einfach!

Also wenn man mich fragen würde, was für eine Karriere ich mir für meine Welpen wünsche, dann würde ich eindeutig die Arbeitsrichtung bevorzugen. Am besten Hütearbeit, das ist eben etwas Ernsthaftes, aber wo das nicht geht- ich weiß schon, das ist schwierig in unseren Breiten- kann man schon auch mit Agility und Obedience, Flyball oder Breitensport viel Spaß haben. Und nachdem ich in meiner Jugend Dogdancing für unter meiner Würde gehalten habe (genauso wie das langsame und genaue Arbeiten bei Obedience) finde ich inzwischen auch das schon sehr interessant. (Naja, inzwischen kann ich ja auch schon genug, daß es toll ausschaut und man für seine Mühe auch gehörig bewundert wird- Nur wie ein Muttersöhnchen Fuß-Gehen, das war schon fad.)

 

Zony:

Ja, Celtic kann so tolle Wendungen rückwärts durch und um die Beine von Synve herum und rückwärts durch die Beine laufen, aus mehreren Metern Entfernung, und natürlich Beinslalom und seitliches Fußgehen, Twist und Verbeugung und Kriechen und … es ist so viel, ich kann gar nicht alles aufzählen. Mir wird bei den engen Arbeiten um die Beine herum und den ganzen Drehungen ganz schwindelig. Selber verliere ich noch die Orientierung dabei, aber Celtic hat ja auch lang daran gelernt. Außerdem war er ja bei der Agility-WM mit und ist wahnsinnig schnell und total unermüdlich bei der Arbeit. Und es gibt kein Schaf, vor dem er sich fürchtet, und wenn es noch so droht und stampft. Gemeinsam mit ihm traue ich mich auch Schafe vom Zaun „wegzusprengen“ oder einem unwilligen Schaf entgegenzutreten. Er ist da mein großes Vorbild! Ich möchte auch einmal so gut in Agility und im Hüten werden wie er, und ich bemühe mich sehr, dieses Ziel zu erreichen!

Wenn ich mir etwas für meine Welpen wünschen soll, dann wäre das liebevoller Umgang mit ihnen- das ist halt für mich ganz wichtig, ich wäre unglücklich, wenn man mich anschreien oder nicht mit mir kuscheln würde! Celtic tut immer so als wärs ihm nicht wichtig ob man ihn lieb hat, aber ich glaube das ist nur eine Masche, damit er cool wirkt. Er hat auch manchmal so Anfälle, da wirft er die ganze Coolness über Bord und kuschelt sich an und legt sich Synve auf den Schoß, auch wenn er da gar nicht draufpaßt. Aber auf alle Fälle macht er sich nichts daraus, wenn er ein bißchen angeschrien wird,

 

Celtic:

Na, Entschuldigung, meistens habe ich ja etwas vor mit dem, was ich tue, wenn also Synve will, daß ich etwas anderes mache, will ich schon merken, daß es wichtig ist. Wenn es wichtig ist, folge ich ja eh aufs Wort- Ich bin halt kein Lakai, der ohne selbst zu denken einfach macht, was ihm vorgeschlagen wird.

 

Zony:

Also gut, da bin ich anders, mir ist das unangenehm, wenn meine Menschen laut werden müssen, es geht ja in Harmonie auch- meistens haben sie ja eh recht mit dem was sie wollen, und außerdem will ich ja daß sie mich gern haben.

Aber zurück zu den Welpen: Viel Bewegung und viel lieben Kontakt mit der Familie und einen interessanten Hundesport als Beruf, das wär fein.

 

Celtic:

Ja, und wenn möglich sollte man schon auch die Hüteanlagen überprüfen oder zumindest die Anlagenprüfung im Hüten anstreben.-  Bei dem Stammbaum- die Kleinen sind dann immerhin liniengezüchtet auf mein leuchtendes Vorbild, den tollen energetischen Dual Supreme Champion Spot 161819! Da würde ich schon gerne wenigstens wissen, ob sie als Arbeitshunde etwas taugen würden, wenn sie die Gelegenheit hätten.

Ach ja, die Kleinen werden natürlich grundgeimpft, ÖKV (FCI)-registriert, gut sozialisiert und augenuntersucht sein, wenn sie in ihr neues Heim kommen. (In unseren Linien sind diesbezüglich keine Probleme zu erwarten) Aber natürlich sollte die neue Familie die Welpen mit einem Jahr HD-untersuchen lassen, das wäre ganz wichtig für unsere Statistik und für die Zucht der österreichischen Border Collies im Allgemeinen. Abgesehen davon daß man dann erst weiß wie stark man den einzelnen Hund sportlich belasten kann. Agility ist nur etwas für HD A oder B. Auch wenn wir beide gute Hüften haben und ich selber trotz meiner acht Jahre noch fit und energetisch wie ein Junghund bin, kann man natürlich nie eine Garantie abgeben. Auf alle Fälle wäre es aber höchst unstatistisch, wenn sichschlechtere Hüften als Grad C (leicht) einschleichen sollten.

 

 

Zony:

Zur Ernährung: Ich selbst muß zugeben, daß ich es liebe zu essen und mich leider rund und mollig futtern würde, wenn ich könnte. Celtic und Dajm kann man Futter zur freien Verfügung hinstellen und die nehmen sich nur, was sie gerade brauchen. Wie sie das machen ist mir ein Rätsel, ich könnte da einfach nicht widerstehen. Also fürchte ich, daß man bei meinen Kleinen auch ein bißchen aufpassen muß, daß sie nicht zu rund werden. Das ist gerade bei Welpen im Wachstum wichtig, besonders wegen den Hüften- je schwerer sie sind und je schneller sie wachsen, desto eher ziehen zu starke Kräfte an den noch weichen Knochen-Knorpel-Verbindungen und lassen die Hüftgelenke nicht ordentlich schließen wie sie sollen!

So schwer es also gerade mir fällt, das zu empfehlen, sollte man die jungen Welpen also eher auf der schlanken Seite halten- das mit dem gesunden Babyspeck ist leider ein Gerücht! Wir Border Collies haben außerdem ohnehin schon sehr viel Energie und brauchen deshalb kein Leistungsfutter mit besonders viel Protein und Fett.

Deshalb ist es empfehlenswert, eher zu solchen Futtersorten zu greifen, die unter 20 Prozent Protein haben.

Ach ja, ich weiß was ich da meinen Kleinen alles antue, nur für ihre Gesundheit! Essensreste und Fleisch schmecken mir auch besser als Fertigfutter, und Dosenfutter ist mir noch lieber als Trockenfutter- aber ich muß zugeben, daß die Welpen mit einer guten Marke eines nicht Mittelklasse-Trockenfutters (da gibt es viele gute Marken) mit eher wenig Protein am besten versorgt sein werden. Auch wenn die Tierärzte immer zu Welpenfutter (mit viel Protein) raten, ist das bei uns Borders eben anders. Wir können von noch mehr Energie nervös werden oder Hautprobleme bekommen. Also besser ein proteinreduziertes Produkt oder zumindest (wenn man es nicht schafft, kein Welpenfutter zu nehmen) ein Spezial-Welpenfutter für ganz große Rassen (die langsam wachsen sollen, wegen der Gelenke!)

Die Größe der „Nuggets“ ist kein Problem, auch wenn`s kein Welpenfutter ist, da man den Kleinen ihr Futter ja mit Wasser aufweichen kann.

Zu einer guten Marke an Trockenfutter brauchen die Welpen dann keine Zusatzprodukte wie Kalzium oder Vitamine extra.

Selbstgekochte Mahlzeiten schmecken uns natürlich wesentlich besser, aber da muß der kochende Mensch schon ein Experte sein, um nicht alles falsch zu machen. Synve hat da hochwissenschaftliche Bücher darüber, weil sie`s ein Jahr lang probiert hat. Sie hat`s wieder aufgegeben, weil`s so mühsam war. Leider (schmatz!)

 

Celtic:

Also wir bekommen schon auch Reste- Zony hat mit dem Fressen von Gemüseschalen angefangen, jetzt schmecken die uns allen dreien. Das soll auch sehr gesund sein- Leicht gekocht und ungewürzt- das was eben an Karotten- usw. –Schalen übrigbleibt, wenn Synve kocht. Wir lieben natürlich auch einmal in der Woche den einen oder anderen Knochen, der vom Fleischkochen abfällt.  Ich vertrage auch alle Schwarterln und Fettränder- Zony ist da haglicher und verträgt Fett nicht so gut- was eigentlich nur zu meinem Vorteil ist. Aber zuviel ist natürlich auch für meine Verdauung schlecht- einmal in der Woche Knochen und Fettränder geht gerade. Gemüse schadet natürlich nicht- da gibt es eine berühmte amerikanische Hundediät mit Gemüse und Hühnerresten (gemahlen), die unglaublich verlockend klingt und sehr gut für Hunde sein soll! Das wär doch einmal was für uns, oder, Synve?

 

Zony:

Genug vom Essen, ich werd schon ganz hungrig!

Ein wenig zum Aufwachsen der Welpen: Gerade in den ersten Monaten ist es wichtig, daß man viel Zeit für so einen kleinen Spatzen hat, der soll sich ja sicher binden können und Vertrauen zu seinem Rudel schöpfen. So ein Welpe braucht auch noch viel Schlaf und soll nicht die ganze Zeit herumgezerrt und zwangsunterhalten werden. Er braucht auch noch keine stundenlangen Spaziergänge täglich sondern einfach ein liebevolles sicheres und ruhiges Umfeld, und kleine aber regelmäßige Einheiten an Grunderziehung. (Synve hat da einen Artikel auf der HP über Grunderziehung von Hunden)

Wie immer die Hausordung bezüglich Hunden im Schlafzimmer (oder im Bett-seufz!) ist, als Welpe fühlt man sich doch sehr unsicher und alleine, besonders wenn man in der Nacht allein ist- schließlich kommt man ja frisch aus einem Haufen kuscheliger Geschwister und von den Zitzen einer liebevollen Mutter. Ich durfte in einem Käfig mit einer weichen Schlafdecke neben Wolgangs Bett schlafen- da habe ich mich gleich sicher gefühlt, weil ich meine Rudelführer riechen und atmen hören konnte, und Wolfgang mich streicheln konnte, wenn ich schlecht geträumt habe. Später, als ich dann schon gut mit Dajm befreundet war, bin ich dann ganz freiwillig ins Vorzimmer zum Schlafen übersiedelt, wo ich jetzt immer Rücken an Rücken mit meinem Sheltie-Freund schlafe- Celtic ist ja meistens zu cool zum Kuscheln, leider.

Im ersten halben Jahr sollte also die Beziehung zum neuen Rudel gefestigt werden und die Motivationen abgesteckt werden: der Spieltrieb gehört geweckt und gestärkt und das Interesse, immer auf seinen Rudelführer zu achten kann hier am besten gefestigt werden. Ich erinnere mich noch gut wie viel Spaß wir in meinem ersten halben Jahr jeden Tag auf der Spielwiese hatten, während ich langsam größer, stärker und wendiger als mein bester Freund Dajm wurde. Da ist mir schon klar geworden, daß ich immer bei meinem Rudel bleiben muß, weil dort der meiste Spaß ist und alle interessanten Aktivitäten dort beginnen, wo meine Rudelführer sind.

 

Celtic:

Im zweiten Halbjahr kann dann schon eine gezieltere Erziehung einsetzen, aber noch ja nichts, das anstrengend für die Gelenke ist, wie Klettern oder Springen. Aber BGH1-Niveau kann ein Hund, der auf sich hält, mit einem Jahr schon haben. Zwischen 9 und 15 Monaten ist auch der geeignete Zeitpunkt, um erste Erfahrungen mit Schafen zu machen, solange man nicht fit und schnell genug ist und nicht das Selbstvertrauen hat, das man normalerweise nach der Pubertät bekommt, hat das nicht so viel Sinn. (Aber Vorsicht: was ein richtiger Rüde ist, sollte vor der Pubertät schon Respekt vor seinem Rudelführer gelernt habe, sonst wird er dann versuchen, seine eigenen Interessen zu verfolgen!)

Agility braucht man erst relativ spät beginnen. Die Geräte sind schnell gelernt und so ein unkontrollierter Jungspund lernt sich sowieso nur Blödsinn am Parcours an. Springen soll man außerdem sowieso nicht unter einem Jahr und die volle Höhe von 60 cm nicht unter 15 Monaten. Wand, Wippe und Slalom sind auch zu belastend für Junghundegelenke, also würden sowieso nur die Tunnels und der Balken und ganz niedrige Steighürden bleiben. Man spart sich also eher Zeit, wenn man erst mit Agility beginnt, wenn der kleine Racker schon gut folgt und normale Körpersprachensignale wie Wendungen und Handzeichen lesen kann, außerdem sicher kommt und bringt und weiß, daß man zusammenarbeiten muß!

Ach ja, ich war halt ein selbst ein starker Jugendlicher, der sich für relativ unbesiegbar gehalten hat. Trotzdem- auch wenn ich vielleicht meinen Söhnen keinen Gefallen tue, muß ich verraten, daß wir Hunde gerne das Gefühl haben, daß wir von einem starken Rudelführer geleitet werden, der weiß was er will und es notfalls auch durchsetzen kann. Wenn wir immer machen können was wir wollen- andere Rüden anstänkern, am Sofa liegen, Dinge kaputtmachen, etc. und unser Mensch so lasch ist, sich das alles gefallen zu lassen, ist das gar kein schönes Gefühl. Dann müßten ja eigentlich wir die Rudelführung übernehmen, aber ehrlich gesagt, wie würden wir die Türen aufsperren und das Hundefutter heimfahren etc? Das wäre ein richtiges Dilemma. Also wenn wir starken Rüden ein bißchen unsere Macht testen, dann nur weil wir gerne sehen, daß unser Alpha noch stärker ist als wir! Ich weiß, wovon ich rede- wir meinen das auch nicht böse!

Dafür ist ein starker Hund dann auch in allen Notsituationen zur Stelle und kann für sich selbst denken und Entscheidungen fällen. Ich habe da von braven Hunden gehört, die sich von einem Auto überfahren ließen, weil ihr Besitzer im falschen Moment Platz geschrieen hat! Man kann also auch zu devot sein!

 

 

Zony:

Devot ist eine Sache, aber brav sein ist ja auch kein Mangel. Mir ist das halt wichtig. Aber Celtic ist schon sehr mutig, manchmal wünsche ich mir, ich wär auch so unerschütterlich wie er!

 

Celtic:

Na, du bist ja eh ganz in Ordnung und sicher nicht feig. Ich bin halt ganz einfach größer und stärker und hab mehr Erfahrung. Dafür passe ich auch auf dich auf.

 

Zony:

Ja, ich weiß.

Na gut, liebe Welpeninteressenten, wenn Ihr noch irgendwelche Fragen habt, dann ruft doch am besten Synve an- wir Hunde tun uns mit dem Telephon so schwer. Die Handy-Nummer ist: 0650/ 96 737 16

 

Liebe Grüße und laßt von euch hören!

 

Zony und Celtic