| Light Speed > Sport > Agility > Unser Agilitytraining |
| Agility macht sehr
viel Spaß und ist ein toller Sport für Mensch und Hund. Aber man darf
nie vergessen, daß jeder Sprung über eine hohe Hürde eine große
Belastung für die Vorderhand, jeder schnelle Slalom und jede schnell
durchkletterte Wand eine starke Biegung der Handgelenke bedeuten.
Ein Hund, der völlig gesund ist, wird diese Belastungen vielleicht unbeschadet überstehen. Aber von den Hunden, die auf dieser Seite abgebildet sind, haben sich bei dreien nach einigen Jahren genetisch bedingte Schwachstellen gezeigt. Robin, mein Agility-Europameister mußte mit fünf Jahren jeden Sport wegen Sponylarthrose aufgeben. Prinz, Marions Gordon Setter mußte in dem Jahr, in dem er sonst auf die Agility- WM mitgefahren wäre, einer Knieoperation unterzogen werden. Shadow, Claudias Border-Collie, mußte aus dem Sport genommen werden, als sie noch ganz jung war und nicht einmal eine A3 Prüfung hatte, weil eine Anomalie im Rückgrat entdeckt wurde. Bei einem Junghund, den man beginnt für Agility zu trainieren, weiß man noch nicht, welche genetischen Belastungen er mit sich trägt. Die werden sich erst mit ein paar Jahren zeigen. Bis dahin ist es unsere Aufgabe als Trainer, den Hund nicht so stark zu belasten, daß man eventuelle Schwachstellen zum vorzeitigen Zusammenbruch veranlaßt. Ein deutliches Warnzeichen bei einem ausgebildeten Agility-Hund ist immer, wenn sich plötzlich Abwürfe häufen! |
|
| Unser
Anfängerteam besteht zurzeit aus Wofgangs einjähriger Border Collie
Hündin Zony, meinem zweijährigen Sheltie Dajm und Marions zum Training
geliehenen eineinhalbjährigen Gordon Setter Nando. Wir haben es nicht
eilig mit hohen Sprüngen. Erstens ist es praktisch, wenn die Sprünge
ganz niedrig sind, weil Dajm, der in der Medium-Klasse laufen wird,
gleich mittrainieren kann, ohne daß man dauernd umstellen muß, und
zweitens meine ich, daß viel zu viel auf turnierhohen oder gar noch
höheren Hürden trainiert wird. Man unterschätzt gerne, wie belastend
die vielen hohen Sprünge für die Gelenke sind!
Auch unser Fortgeschrittenenteam habe ich hauptsächlich auf 40 cm hohen Hürden trainiert und nur einmal am Anfang oder ganz am Ende der Trainingssitzung auf 60 cm hochgestellt, um einen turniermäßigen Parcours zu laufen. Unsere Hunde hatten auch nicht mehr Abwürfe im Turnier als andere Hunde, die immer hoch trainieren, und ihre Gelenke sind bedeutend schonsamer behandelt worden! |
|
| Marions alter Turniersetter
Prinz.
Prinz war ein hervorragender Agility-Hund, der leider wegen einer Knieoperation auf der Höhe seiner Leistungsfähigkeit pensioniert werden mußte. |
Nando lernt den Reifen. Bei diesem Modell ist es unmöglich, ein falsches Springen über die Reifenketten zu lernen, wie das häufig bei Anfängern passiert. |
| Nando, der ein sehr großer Agility-Hund ist, lernt die Kontaktzonen, indem er sich am Ende in die Zonen setzen muß. | Zony stoppen wir nur manchmal völlig ab, ansonsten achtet Wolfgang einfach darauf, daß er ihre Geschwindigkeit auf der Kontaktzone genau dosieren kann wie er will. |
| Der kleine
Dajm braucht vorläufig keine Technik lernen, die ihn bei den Zonen
völlig abstoppt, da noch keine Absrunggefahr besteht.
|
|
| Ein regelmäßiger Teil in
unserem Training ist das selbständige Vorausspringen auf einer
Hürdengeraden. Die Gerade trainieren wir in jeder Trainingssitzung,
damit der Hund lernt, daß er selbständig zum nächsten Gerät
weiterlaufen muß, sofern er nicht umdirigiert wird.
|
Ein fertig ausgebildeter Agility-Hund- hier Celtic- muß selbständig aus allen Positionen den richtigen Slalomeingang finden und den Slalom ohne sich ablenken zu lassen, schnell und fehlerlos zuende laufen. |
| Zony lernt den Slalom indem Wolfgang rückwärts vor ihr her geht und ihren Kopf mit dem Ball lenkt. Wo der Kopf hingeht, muß auch der Rest vom Hund folgen. | |
|
![]() |
| Shadow macht leider kein Agility mehr, weil sie Probleme mit ihrem Rücken bekommen hat. Hier sind aber trotzdem Photos von ihr, wie sie den Slalom lernt. Claudia hilft ihr beim Hin- und Herweben, indem sie mit dem Knie die Stange blockiert, bei der sie nach links abbiegen muß und sie dann gleich wieder zurückruft. | |
Robin zeigt wie aufmerksam ein ausgebildeter Agility-Hund seinen Hundeführer beobachtet. Noch im Sprung wendet er sich, um zu sehen, was ich ihm als nächstes anzeigen werde! Deshalb muß man auch schon das nächste Gerät anzeigen, wenn der Hund noch mitten im Sprung über das letzte ist, wenn man nicht unnötig Zeit verlieren will. |
|
