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| In Mitteleuropa ist der
Gebrauch von Hütehunden bei weitem nicht so üblich wie auf den
Britischen Inseln. Das sieht man allein schon an den Numerierungen der
Border Collies. In Österreich wurde vor Kurzem der tausendste
registrierte ÖCBH-Border Collie geboren, während die heutzutage
geborenen ISDS Border Collies (und das sind nur die "arbeitenden
Border Collies" nicht die reinen Show-Border Collies, Nummern um
die 300.000 tragen.
In vielen Kulturen war der Gebrauch von Hütehunden bei der Schafarbeit üblich, wobei man nicht die Hirtenhunde (Herdengebrauchshunde), die die Herde vor Wölfen und anderen Raubtieren schützen sollen, mit den Hütehunden (Koppelgebrauchshunde) verwechseln darf. Während erstere riesige meist zottige Hunde sind, die oft dauernd mit der Herde mitgehen und sie selbständig beschützen, sind letzere leichte, schnelle Hunde von hoher Intelligenz und großer Trainierbarkeit. Sie werden vom Schäfer geschickt, um eine Herde vom Hügel herunter zur Inspektion, zum Scheren, Füttern oder sonstige Pflegeaufgaben zu holen, um zu helfen, einzelne Tiere abzuspalten, die von den anderen getrennt werden sollen, oder um die Herde vom Hirten weg auf ein anderes Feld zu treiben. Diese Verwendung hat Hunde geschaffen, die relativ unterschiedlich im Aussehen waren, aber etwa mittelgroß und athletisch gebaut, sehr schnell (um flüchtende Schafe zu überholen) sehr intelligent und willig (um Befehle aus riesigen Entfernungen zu befolgen) und mit dem angeborenen Willen und der Kraft, Schafen den eigenen Willen aufzuzwingen. Die Bewerbe, bei denen Schäfer die Fähigkeiten ihrer Hunde vergleichen, sind eng an die tatsächliche Verwendung dieser Gebrauchshunde angelehnt und heißen Sheepdog Trials. Innerhalb einer vorgegeben Zeit muß eine am Ende des Feldes stehende Herde Schafe vom Hund zum Schäfer gebracht, sodann durch eine Serie von Toren getrieben werden und zuletzt einige markierte Schafe abgtrennt und in einen Pferch gesperrt werden. Bis zum Trennen der Schafe arbeitet der Hund alleine, während der Schäfer einen Pfosten am Anfang des Feldes nicht verlassen darf. Erst beim Trennen und Einpferchen darf der Schäfer den Pfosten verlassen und mit dem Hund mitgehen.
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