| Light Speed > Herding > Herding Border Collies> Celtic |
|
|
|
|
Das waren unsere Weidlinger Schafe- mit mir in der Mitte Meine Herde, die am Ende 17 Tiere umfaßte hatte ein schöne Weide direkt unter dem Wienerwald, eingegrenzt von Weinbergen links und rechts. Weidling selbst besteht eigentlich aus den Häusern entlang den ewig langen Weidlinger Hauptstraße, die in einem langen Tal im Wienerwald liegt. Hinter unserem Haus ging es sehr steil den Hügel hinauf. Dort hatten wir die zwei kleinen steilen "Hausweiden, auf die wir die Schafe umgestellt haben, wenn wir sie direkt beobachten wollten. Wenn man über beide Weiden den Hang hinaufgeklettert war, kam man zu den Weinbergen auf den hohen flacheren Hanglagen. Wenn man einmal dort oben war, war Weidling für das Auge völlig verschwunden, da gab es wohin man schaute nur mehr Wienerwald vor und hinter einem und die Weinberge auf beiden Seiten. Viele viele Stunden habe ich mit meinem Hunden damit verbracht, ausgerissene Schafe zwischen endlosen Reihen von Weinstöcken zu suchen oder-fast noch schlimmer- sie in den endlos scheinenden Weiten des Wiederwalds wiederzufinden! Jetzt wo ich wieder in Wien wohne (die Schafe und ihre Nachkommen sind zum Teil noch immer in Weidling) scheint mir sogar dieses Suchen und Herumirren nach geflüchteten Schafen idyllisch! |
|
|
|
|
|
Hier äußert Celtic seine Meinung über Marie, das erste Lamm, das ich mit der Flasche aufgezogen habe. Da es mein erstes Flaschenlamm war, habe ich ein paar gravierende Felhler gemacht: Ich habe es viel zu sehr verwöhnt und viel zu lange behalten. Mit zwei Wochen war Marie ein freches selbstsüchtiges Ding, das überallhin mitgenommen werden wollte und sich mit 120 Dezibel beklagt hat, wenn ihre Wünsche nicht erfüllt wurden. Die Hunde hat sie mit der Androhung von Kopfnüssen in Schach gehalten, und hat schließlich alles im Haus angekaut und ist auf Tischen und in Regalen herumgeklettert. Als mir klar wurde, daß ich sie nun trotz allem Protest in die Herde integrieren muß, ist sie zwei Wochen lang nur am untersten hausnächsten Zaun gestanden und hat um ihre Rechte gebrüllt. So unglaublich laut waren ihre rhytmischen langgezogenen "Määääh, Määääh, Määääh"s, daß man sie von Weidling bis zur Abbiegekreuzung in Klosterneuburg gehört hat. Ich kann mir wirklich nicht erklären, warum uns die ganze Zeit niemand angezeigt hat! Nach zwei Wochen hat sie sich endlich damit abgefunden, daß sie unter Schafen, nicht unter Menschen leben muß, und daß "Mami" nur mehr manchmal mit einem Flascherl vorbeikommt. Gott sei Dank!! Von den Hunden hat sie sich allerdings nie mehr treiben lassen wie ein normales Schaf, und da ich den Fehler gemacht habe, sie nicht wegzusperren, wenn ich dem jungen Celtic sein Hütehandwerk beigebracht habe, habe ich ihm leider die Unsitte antrainiert, Schafe, die sich weigern, mit dem Rest der Gruppe mitzugehen, einfach stehenzulassen. Nie wieder werde ich einen jungen Hund mit einer Gruppe Schafe trainieren, von denen sich eines nicht treiben läßt!
|
|
|
|
|
|
Am Anfang habe ich oft
verzweifelt wie ein Indianer nach Spuren gesucht und dort gesucht, wo
ich gemeint habe, dass die Schafe sein könnten. Erst später habe ich
entdeckt, dass ich nur Celtic laufen lassen muss, wie er will, und er
würde mich unweigerlich zu den Schafen führen, auf dem genau dem Pfad,
den sie genommen hatten (also unter Zäunen durch und querfeldein)
|
|
|
|
|