Rudolf von Habsburg Prinz von Wien
Rudolf IV (1339-1365)

Geschichtliche Gegebenheiten:
Erwerbung Tirols von Margarete Maultasch
Erzherzogstitel durch Fälschung des Priv.maius
Gründung der Wiener Universität
Einführung der Grundbücher

1683 Rudolf gelingt es als Retter von Wien in Vampirkreisen gefeiert zu werden. Als Wien am 12.9.1683 an allen Ecken brennt und Prinz Leopold verschwunden ist, kommt das Entsatzheer aus Polen, Baiern, Sachsen und Thüringen welches Rudolf finanziert und durch seine Beziehungen ausgerüstet wurde.

Das Verschwinden von Leopold bleibt ungeklärt; Feinde im türkischen Heer, Zwist mit Clan Nosferatu, dem er die Schuld für die Pest von 1679 gab, Assamitenanschlag im Auftrag Rudolfs bzw. eine Intrige deutscher Ventrue sind die vier Theorien die man aufgestellt hat; keine wurde je bewiesen.

In den darauffolgenden Jahren wurde Rudolf durch eine umsichtige Politik bekannt. Er erneuerte den Vertrag mit Clan Tremere. Heißblüthige Brujahs durften an Prinz Eugens siegreichen Schlachten teilnehmen: Er unterstützte Clan Toreador Fischer von Erlach und Lukas von Hildebrandt nach Wien zu holen (Belvedere, Schönbrunn, Karlskirche, Altes Rathaus, Palais Schwarzenberg, etc.).

1713 war auch die Aussöhnung mit Clan Nosferatu gekommen. Die Pest von 1713 forderte 8 tausend Tote, die von 1679 hatte 80 tausend Tote gefordert!

1741 wird Wien erneut durch "Geheimdiplomatie" des Prinzen gerettet als französische und bayrische Truppen kurz vor Wien plötzlich ohne ersichtlichen Grund nach Böhmen abdrehen. Allerdings kann sich der Prinz nicht entschließen gegen Keuschheitskommission, Sittenpolizei und Spitzelei durch Maria Theresias Beamtenstaat vorzugehen, wie einige Stimmen im Primogenrat fordern.

1796 tagt eine Krisensitzung des Primogenrates. Das von einigen Toreador und Brujahs unterstützte Amphitheater mit Tierhetzen, das 1770 erbaut wurde wird von Modefreud zum ernsthaften Problem. Trotz Protesten einiger Gangriel werden weiterhin Löwen, Wölfe und Bären zu Tode gehetzt. Als irrtümlich ein Garouwelpe gefangen wird und bei dieser Volksbelustigung umkommt, droht die Lage zu eskalieren. In seltener Einigkeit raffen sich im Wienerwald Silberfangs, Red Talons und Get of Fenris zusammen. Einen Tag später nach Bekanntwerden dieser Tatsache brennt am 1. Sept 1796 das Hetztheater völlig ab und wird nie wieder aufgebaut. Rudolf gewährt sogar den Garou freien Zugang zum Elysium Schönbrunn, obwohl nicht alle Primogen einverstanden sind, und die Gefahr einer Konfrontation wird abgewendet.

1809 versagt die Ventruepolitik erstmals. Napoleons Siegeszug, durch die mächtigen französischen Brojahs und Toreador unterstützt ist nicht aufzuhalten. Die Wiener Promogen sind sich uneins über die Vorgehensweise. Als Notlösung opfert man Marie Luise als Geschenk für Napoleon.

1815 nach Napoleons entgültiger Niederlage tanzt nicht nur der Kongress in Wien, auch unter der Stadt wird die Machtaufteilung Europas durch die Camarilla neu geregelt. Prinz Rudolf festigt alte Bündnisse und knüpft neue Kontakte.

 

1848 wird nach einigen Anfangserfolgen die Revolution in Wien niedergeschlagen, die auch eine Anarchenrevolution gegen die Camarilla ist. Die Ruhe des Biedermeierzeitalter mit strenger Zensur und Freiheitsbeschränkungen war trügerisch gewesen. Erstmals ist aber auch klar, daß nicht mehr alle Primogen und Clane die Monarchie unterstützen.

1889 stirbt mit Kronprinz Rudolf in Mayerling, ein persönlicher Ghul des Prinzen. Dieser reagiert für ihn ungewöhnlich. Eine nie dagewesene Säuberungsaktion folgt. In Folge dessen werden mehrere Blutjagden ausgerufen bei denen 20 Vampire vernichtet werden und eine kleine angebliche Sabbatenklave zerstört werden. Der Primogenrat tagt fast permanent. Kontroversen sind an der Tagesordnung . Erst zwie Jahre später kehrt Ruhe ein.

1903 gibt es abermals heftige Auseinandersetzungen im Primogenrat, nachdem der Toreadorghul Hugo Wolf von eimen Malkavianer den Kuß erhält. Rudolf beendet die Diskussion in dem er den jungen Vampir seine Anerkennung verweigert und ihn durch seine eigenen Kinder vernichten läßt. 

1918 setzt Rudolf im Primogenrat eine einstimmigen Beschluß durch, der die Ghulmachung von Politiern und den Einsatz von Disziplinen zur direkten Beeinflußung von Politikern verbietet. Dies ist eine direkte Auswirkung des 1. Weltkrieges in dem die Clane auf verschiedenen Seiten waren und sogar innerhalb der Clane die Seiten mehrmals gewechselt waren. Im Gegenzug zu diesem Beschluß werden die Elysien neu festgelegt und die Primogen erhalten die bis heute gültigen Privilegien. Das Prinzip der Nichteinmischung erklärt auch zum Teil warum die Vampire sich aus den Geschehnissen in der Zwischenkriegszeit und im 2. Weltkrieg weitgehend herausgehalten haben. Heute gibt es Bestrebungen den damaligen Beschluß zu lockern, aber noch gibt es dafür keine Mehrheit im Primogenrat.

Zur Person Rudolfs:
Rudolf wirkt meistens gelassen. Er ist relativ eloquent und pflegt das Image des modernen Adeligen der den Übergang von feudalen Herrscher zum Geschäftsmann von Welt locker bewältigt hat. Trotzdem hält er fast orthodox an den Traditionen der Carmarilla fest. Anarchen werden nicht geduldet, der Sabbat bereits im Keim erstickt. Seine vampirischen Disziplinen setzt er nur sparsam ein und über außergewühnliches abseits der Ventrue-Clandisziplinen ist nichts bekannt. Außergewühlich sind aber seine Kontakte und Beziehungen. Daß man in Wien guten Kontakt zum Clan Tremere haben muß, ist klar, aber eine persönliche Freundschaft mit der Justicarin der Toreador ist schon ungewöhnlicher. Auch zu Assamiten, Ravnos, Silberfangs und zu einigen Mages soll er Kontakte haben. Innerhalb Clan Ventrue gilt er als Mann auf dessen Rat man hört. Die internationale Finanzwelt ist auch ein Schauplatz auf dem man Rudolf finden kann. Ob damit aber der Erfolg von Rudolf von Habsburg über die Jahrhunderte hinreichend erklärt werden kann, sei dahingestellt.

 

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