Von dem Wanderer
An den Wegbegleiter
Ich
schreibe diesen Brief an Dich,
obwohl ich nicht
weiß wo oder wer Du
bist. Ich bin
sicher, diese Nachricht wird Dich
finden so wie die Ereignisse mich
gefunden haben. Wir werden uns treffen und Du
wirst mir beantworten
warum ich getan
habe was ich
getan habe und wie der Weg weiter führt den ich
beschritten habe.
Ohne Dich kann ich nicht weitergehen und werde von Dunkelheit umschlossen werden, die so dicht ist daß nur die wahrhaft Sehenden sie durchschauen werden. Du wirst wissen, daß ich Dich meine. Ich hoffe Du bist verwandt mit denen die mich beauftragt haben dann wird alles leichter.
Gruß
Der Beauftragte

Manchmal, wenn ich einen klaren Blick auf den Fluß werfen kann in dem wir alle fließen, dann sehe ich die Flußufer und ihren Verlauf. Die Stromschnellen, die Wellen , die an den Strand fließen, sie alle stellen die Mengen an Möglichkeiten dar, die wir erleben können, ja durchleben können. Nur die Kinder des Chaos, nur die , die verstehen und dadurch nicht verstanden werden können diesen Anblick ertragen.
Das erste Zeichen das mir gesandt wurde war das Zeichen des Drachen das ich an der Wand sah.
Nein, es erschien nicht an der Wand. Eher war es schon immer da, von Anbeginn an und wartete darauf von mir entdeckt zu werden. Es war ein subtiles Muster in der Wand, in der Anordnung der Wärme, der Steine, des Seins der Wand.
Warum ich mich sofort aufmachte
obwohl wichtige Dinge auf mich warteten, weiß ich nicht.
(Ich muß diese Frage später stellen)
Das Land des Drachen, das heutige China ist faszinierend, aber schwer zu erreichen.
(Habe ich vergessen zu sagen daß
ich mich versichert habe, daß das Reiseziel richtig war. Ich habe
China mit verbundenen Augen auf dem drehenden Globus getroffen. Ich weiß
meinen Weg, aber nicht mein Ziel.)
Wie soll ich beschreiben was ich alles tat, was ich sah mit Augen und mit dem Geist ?
Viele Dinge, viele Wesen sah ich, wenige aber haben mich wahrgenommen. Man muß vorsichtig sein.
Wichtig ist, daß ich nach
dem Besuch vieler Tempel, Gräber, Gärten durch einen Markt schlenderte.
Als ich das Zeichen des Phönix auf Ringen und Ketten sah, griff ich zu und erstand den Schmuck. Viel hat er mir erzählt, manches Schicksal offenbart. Eines dieser Schicksale von unerfüllt, wie mir auffiel. Der Träger des Ringes war von einem Tier gerettet worden und hatte den Gefallen nie erwiedert, diese Schuld nie getilgt. Gerade als die Geschichte fertig war entdeckte ich einen kleinen Jungen der ein Eichhörnchen gefangen hatte, um es zu essen. So klein war der Käfig, so nervös die arme Kreatur daß sie mich jammerte.
Ich erstand sie von dem Kleinen ( es war nicht teuer, ich verhandelte gut ) und ließ sie frei.
Statt wegzulaufen aber führte mich das Tierchen zu einem Tempel im Zeichen des dritten Auges
Ja ich weiß es ist klar, es war der Drache der mich aufmerksam machte.
So sehr ich mich anstrengte, wenig
fiel mir auf, bis ich zu dem Wächter kam. Zu meiner Ehre muß
ich sagen daß ich ihm zuerst bemerkte. Versteckt schlich ich mich
vorbei, sicher er könnte mich nicht bemerken.
Und siehe, ich ging vorbei an der
Statue und sie öffnete die Augen , aber ich war bereit und die Schatten
des Geistes waren um mich und verbargen mich.
Er aber wußte ob meiner Anwesenheit.
Mochte er mich nicht gesehen haben so hatte er mich gespürt.
Und er öffnete sein drittes, sein magisches Auge. Wie werde ich diesen Anblick vergessen als sich seine Stirn öffnete und er mich anschaute?
Später, als mir zusammen saßen und uns unterhielten erzählte er mir, warum sein Schwert ( nie habe ich schneller ein Schwert gezogen gesehen ) vor meinem Hals haltgemacht hatte.
Das Amulett das ich trug ( zwei sich anschauende Drachenschildkröten, , das geheime Zeichen des langen Lebens ) hatte mich gerettet. In den Hallen des Tempels erzählte ich ihm meine Geschichte. Er hatte Verständnis und versuchte mir zu helfen.
Ich würde gerne erzählen worüber wir uns unterhalten haben, aber die Erinnerung hat mein Gedächtnis verlassen. ( Er war ein wenig nervös )
Nur die Erinnerung an den Weg, an den steinernen Wald war mir geblieben
Wie ich darauf kam ?
Das Besondere an dem Tempel war das Fresko eines Phönix der eine Nachricht überbringen sollte.
(gesandt oder bewacht von einem
verrückten Mönch, was für ein Zufall )
Der Steinerne Wald ?
Das Panorama läßt sich
nicht beschreiben. Wald ? Nur Verblendeten mag es so erscheinen.
Als ich des Nachts durch die steinernen , turmhoch aufragenden Gebilde schlich sah und hörte ich was Wenigen beschrieben war weitererzählen zu können. Denn das Tal war erfüllt von dem Glimmern der Fäden der Geschöpfe die tanzten und sangen. Und tief unten konnte man das dumpfe Hämmern eines Willens hören , stärker, mächtiger und älter als alles was ich beschreiben kann.
Denn die Gestalten , die des Tages
als Attraktion, als bizarre Laune der Erosion gezeigt werden, harren auf
Freiheit und die Aonen die sie warten hatten sie nicht friedlicher gemacht,
seid Euch sicher.
Ich wagte mich nicht nahe heran
( ich mußte meine Mission beenden )
Doch fiel mir ein Mensch auf, der sich rasch entfernte, verfolgt von dunklen Schatten, Wesen die sich den Blicken entziehen und denen wenige Menschen gewachsen sind.
Um es kurz zu machen: Ich half
der Sterblichen und rettete sie ( ohne zu
kämpfen. Ich versetzte sie in Schatten und Gedanken, und die Wesen
übersahen uns. Manchmal versteckt man den Wald am besten unter Bäumen
)
Zum Dank gab sie mir (
gegen eine kleine finanzielle Zuwendung, nicht zu klein, versteht sich
) was Du weißt daß ich habe. (
Wozu weiß ich nicht )
ein bißchen leben von dem Tau
der einst die Welt beherrschend sah
der glimmert bis die Zeit ist da
. Welche Zeit so frag ich DICH ?
Erkläre für mich, erkläre für mich !
Der tiefe Schlag der hallt hier
wieder in diesem Schatz
in meiner Hand denn glaub mir jetzt
und immer wider
der Stein ist sicherlich kein Tand
Noch verschließt er sich vor
mir. Ich erwarte Deine Hilfe.
Ich übergebe dieses Dokument einem Vertrauten.
Dein Schicksal wird dafür sorgen daß Du es bekommst.
SPIELERHINWEIS:
Geschrieben von Stephan 98
Sollte sich jemand für die Story interessieren so fragt Lukas (und der frägt hoffentlich mich?)
