Zum letzten Mal (26-4-98) wurde Elisabeth im Theater an der Wien gespielt, aber vielleicht kommt im Jahr 2001 eine Wiederaufnahme (laut Rudi Klausnitzer). Es wurden 1278 Vorstellungen mit 1.269.446 Zuschauern besucht.
Das Ensemble geht nun getrennte Wege:
Maya Hakvoort (Elisabeth II) probt bereits für "Blutsbrüder" im Wiener Akzent
Felix Martin (Tod II) spielt in Dresden "Aspects of Love"
Thomas Borchert (Lucheni) geht nach Duisburg für "Les Misèrables".
Syvester levay und Michael Kunze (Text und Musik) sind bereits mit "Mozart" fest beschäftigt.
Welturaufführung 3. September 1992
Musical von: Michael Kunze & Sylvester Levay
Inszenierun: Harry Kupfer
Choreographie & Musical Staging: Dennis Callahan
Bühnenbild: Hans Schavernoch
Kostüme: Reinhard Heinrich
Licht: Hans Toelstede
Sound Design: Erich Dorfinger
Musikalische Leitung: Caspar Richter

Vom Kitsch der Sissy Triologie befreit, zeigt uns das Musical Elisabeth von einer ganz anderen Seite.....
Luceni, der die Kaiserin Elisabeth am 10. September 1898 in Genf  tötete, wird 100 Jahre nach dem Attentat von einem Richter verhört. Um sich zu rechtfertigen ruft er ihre bereits toten Zeitgenossen  und den Tod als Zeugen. Der Tod gibt zu Elisabeth geliebt zu haben. In den Tagebüchern der Kaiserin Elisabeth ist ihre Todessehnsüchte beschrieben. Begründet liegen sie sicherlich zu einem Teil darin, daß sie gegen die Erziehung und den Hofzerimonell rebellierte.

Nachdem der Kaiser Franz Josef sich Elisabeth statt Helene zur Frau wünscht, ist ihre Zeit als "Wildfang" vorbei. Sie kommt nach Wien und fühlt sich wie in einem goldenen Käfig eingesperrt. Nur die Liebe zu Franz Josef läßt sie nicht verzagen, doch als er sich gegen sie im Kampf gegen die Erzherzogin Sophie, seine Mutter ziehen Wolken am Ehehimmel auf. Das erste Kind ist eine Tochter und wird sofort an die Erzherzogin zur Erziehung übergeben.

Während man am Wiener Hof an Elisabeth unablässig herummäkelte, berichteten die Gesandten (Botschafter der verschiedenen Länder) in den wärmsten Tönen von ihren Vorzügen. So schrieb der amerikanische Gesandte 1864 (Sissi war damals sechsundzwanzig Jahre alt) an seine Mutter: "Die Kaiserin ist, wie ich Dir schon öfter erzählte, ein Wunder an Schönheit - hoch und schlank, wunderschön geformt, mit einer Fülle von hellbraunem Haar, einer niederen griechischen Stirn, sanften Augen, sehr roten Lippen und süßem Lächeln, einer leisen, wohlklingenden Stimme, und theils schüchternem, theils sehr graziösem Benehmen."

Nun sieht sie ihre Möglichkeit ihre Forderungen durchzusetzen. So reißt sie mit ihren zwei Töchter mit nach Ungarn. Dort stirbt die ältere Tochter am Fieber

Jetzt wo sie gegen die Erzherzogin gewonnen hat, versucht  Sophie den Kaiser aus der Abhängigkeit von Elisabeth zu befreien. Es wird dem Kaiser gezeigt, daß auch andere hübsch sind. Bei diesem Fehltritt wird Elisabeth angesteckt. Durch die Krankheit zerreißt sie die letzten Banden zum Kaiser und geht auf  Reisen. Ihr Sohn, Rudolf, ersucht sie, als sie wieder einmal in Wien ist, um Einlenkung, doch lehnt sie ab. Es kommt zum Unglück in Mayerling. Am Grab von Rudolf erkennt sie, daß sie versagt hat und begibt sich wieder auf Reisen.
.
.
.
.
.
So kommt es, daß fern von ihrer "verhaßten" Heimat Elisabeth im 61. Lebensjahr einem Attentat zum Opfer fällt. Aber  der Mythos Elisabeth oder Sissi wie sie liebevoll genannt wird, lebt weiter.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
Links: Theater an der Wien
Home