Eine Weltreise ohne Paß und Visum, eine Entdeckungsfahrt zu den schönsten Naturschauplätzen der Erde:vom Inselparadies Madagaskar zum ewigen Eis Grönlands, von der rauhen Schönheit Tibets in den Regenwald am Amazonas, von den Iguarcu-Fällen zu den Sanddünen der Namib-Wüste und zur Artenvielfalt am Okawango-Delta. In faszinierenden Bildern zeigt der Dokumentarfilm die Vielfalt der Natur auf unserem Planeten

Welt der faszinierenden Gegensätze
Eindrucksvoll beschreibt die Produktion des Science Museum of Minnesota die Vielfalt an Landschaften, Kulturen und Lebensformen auf unserem Planeten. Das einfache und entbehrungsreiche Leben der Nomaden im Hochland von Tibet auf 4500 Metern Seehöhe wird den Kulturen am  mächtigsten Fluß der Welt, dem Amazonas, gegenübergestellt. Die tosenden Wasser des Iguacu, die im Dreiländereck zwischen Paraguay, Argentinien und Brasilien 80 Meter in die Tiefe stürzen, kontrastieren mit den roten Dünen der Namib-Wüste im Südwesten Afrikas.

Als imposante Wüste aus Eis stellt sich die größte Insel der Welt, Grönland, dar. Bis zu 3400 Meter dick ist die Schicht aus Schnee und Eis, die 85 Prozent der 2,2 Millionen Quadratkilometer Fläche bedeckt. Die Gletscher kalben 15.000 Eisberge im Jahr, die blauschimmernd in den kalten Wassern des Nordatlantiks treiben.

Voller Leben präsentiert sich dagegen  Madagaskar: Nirgendwo auf der Erde finden sich so viele Arten von Lemuren und Chamäleons. Und bizarr ragen die Boabab-Bäume in den südlichen Himmel. Übertroffen wird die faszinierende Natur noch von der Tier- und Pflanzenwelt im Okawango-Delta in Botswana: "Der Fluß, der niemals das Meer findet" endet hier in einem Labyrinth aus Seen, Seitenarmen und Sümpfen. Flußpferde stapfen durch Papyrus, um sich ins Wasser plumpsen zu lassen. Krokodile warten in Tümpeln und Teichen auf Beute. Elefanten nehmen ein kühlendes Bad und Büffel sind auf der Hut vor Löwen und Leoparden. Das Okawango-Delta ist ein wahrer Garten Eden im Herzen Afrikas.

Es begleitet uns auf dieser Reise der Gegensätze Maria Bill, die mit den Chansons von Edith Piaf große Erfolge feiern konnte. Für ihre Darstellung der populärsten französischen Sängerin am Wiener Schauspielhaus erhielt sie 1982 die Kainzmedaille, den bedeutendsten Theaterpreis Österreichs.

Die Produktion
hat mit den verschiedensten Wetterbedingungen und Naturgewalten, wie Es und Schnee, Hitze und Feuchtigkeit, große Höhe und heftigen Stürmen zu kämpfen. Schon vor Drehbeginn (1995) mußte das Team die zehn potentiellen "Drehorte" rund um den Erdball erkunden, tausende Fotos machen und schließlich eine Auswahl der sieben beeindruckendsten Landschaften zusammenstellen.
Zu den Vorbereitungen auf den jeweiligen Drehort gehörte zunächst ein großer medizinischer Check, inklusive aller nötigen Schutzimpfungen. Für Madagaskar waren das nicht weniger als acht! Jedoch waren nicht die Krankheiten die Gefahr, sondern die vielen Taschendiebe. Mit körperlichen Problemen hatten  die Filmleute dafür im Amaonas-Gebiet zu kämpfen. Die Hitze und die enorme Luftfeuchtigkeit machten ihnen schwer zu schaffen. An ihre physischen Grenzen aber stießen  sie vor allem im Hochland von Tibet. Die enorme Höhe von 4500 Meter und das Gewicht der IMAX-Ausrüstung erzwangen eine wesentlich langsamere Gangart. 
Dennoch gelangen beeindruckende Aufnahmen. Das Team kam rein zufällig zu einer buddhistischen Prozession, die sofort auf 70-Millimeter-Film gebannt wurde. Auch auf die Gefahr hin, daß das Material beschlagnahmt werden konnte, drehte Kameramann Chuck Davis nicht nur die "Vorzeigeklöster". Zusätzlich erschwert wurden die Dreharbeiten durch stürmisches und wechselhaftes Wetter. Doch an die Kälte in Grönland kamen die Bedingungen in Tibet noch lange nicht heran.
Überraschende Begegnungen standen im Okawango-Delta auf der Tagesordnung: Ein Elefant, der sich langsam und direkt vor seinen Augen aus dem Wasser erhob, versetzte Kameramann Chuck Davis einen ordentlichen Schrecken. Um in dem sumpfigen Gebiet überhaupt an die Tiere heranzukommen, mußte ein Spezialfahrzeug gebaut werden, daß der Crew und der Ausrüstung ausreichend Platz bot, gleichzeitig aber unter den extremen Bedingungen manövrierfähig blieb.
 
Produktion: Lobo & Associates (Science Museum of Minnesota gemeinsam mit Fort Worth Museum of Science & History, St. Louis Science Center,  Cincinatti Museum Center, Got Optical) - Mike Day, Michael Cook
Regie: Mal Wolfe (Er arbeitete schon bei IMAX-Filmen wie "Beavers", "Sharks" und "Vulkane - Ring of Fire" mit.
Kamera: Chuck Davis (Er arbeitet u.a. bei "Alaska - Spirit of the Wild" und "The Living Sea" mit
Sprecherin: Maria Bill
Länge: 39 Minuten