

Welt
der faszinierenden GegensätzeAls imposante Wüste aus Eis stellt sich die größte Insel
der Welt, Grönland, dar. Bis zu 3400 Meter dick ist die Schicht aus
Schnee und Eis, die 85 Prozent der 2,2 Millionen Quadratkilometer Fläche
bedeckt. Die Gletscher kalben 15.000 Eisberge im Jahr, die blauschimmernd
in den kalten Wassern des Nordatlantiks treiben.

Voller
Leben präsentiert sich dagegen Madagaskar: Nirgendwo auf der
Erde finden sich so viele Arten von Lemuren und Chamäleons. Und bizarr
ragen die Boabab-Bäume in den südlichen Himmel. Übertroffen
wird die faszinierende Natur noch von der Tier- und Pflanzenwelt im Okawango-Delta
in Botswana: "Der Fluß, der niemals das Meer findet" endet hier in
einem Labyrinth aus Seen, Seitenarmen und Sümpfen. Flußpferde
stapfen durch Papyrus, um sich ins Wasser plumpsen zu lassen. Krokodile
warten in Tümpeln und Teichen auf Beute. Elefanten nehmen ein kühlendes
Bad und Büffel sind auf der Hut vor Löwen und Leoparden. Das
Okawango-Delta ist ein wahrer Garten Eden im Herzen Afrikas.
Es begleitet uns auf dieser Reise der Gegensätze Maria Bill, die mit den Chansons von Edith Piaf große Erfolge feiern konnte. Für ihre Darstellung der populärsten französischen Sängerin am Wiener Schauspielhaus erhielt sie 1982 die Kainzmedaille, den bedeutendsten Theaterpreis Österreichs.
Die
Produktion
hat mit den verschiedensten Wetterbedingungen und Naturgewalten, wie
Es und Schnee, Hitze und Feuchtigkeit, große Höhe und heftigen
Stürmen zu kämpfen. Schon vor Drehbeginn (1995) mußte das
Team die zehn potentiellen "Drehorte" rund um den Erdball erkunden, tausende
Fotos machen und schließlich eine Auswahl der sieben beeindruckendsten
Landschaften zusammenstellen.
Zu den Vorbereitungen auf den jeweiligen Drehort gehörte zunächst
ein großer medizinischer Check, inklusive aller nötigen Schutzimpfungen.
Für Madagaskar waren das nicht weniger als acht! Jedoch waren nicht
die Krankheiten die Gefahr, sondern die vielen Taschendiebe. Mit körperlichen
Problemen hatten die Filmleute dafür im Amaonas-Gebiet zu kämpfen.
Die Hitze und die enorme Luftfeuchtigkeit machten ihnen schwer zu schaffen.
An ihre physischen Grenzen aber stießen sie vor allem im Hochland
von Tibet. Die enorme Höhe von 4500 Meter und das Gewicht der IMAX-Ausrüstung
erzwangen eine wesentlich langsamere Gangart.
Dennoch gelangen
beeindruckende Aufnahmen. Das Team kam rein zufällig zu einer buddhistischen
Prozession, die sofort auf 70-Millimeter-Film gebannt wurde. Auch auf die
Gefahr hin, daß das Material beschlagnahmt werden konnte, drehte
Kameramann Chuck Davis nicht nur die "Vorzeigeklöster". Zusätzlich
erschwert wurden die Dreharbeiten durch stürmisches und wechselhaftes
Wetter. Doch an die Kälte in Grönland kamen die Bedingungen in
Tibet noch lange nicht heran.
Überraschende Begegnungen standen im Okawango-Delta auf der Tagesordnung:
Ein Elefant, der sich langsam und direkt vor seinen Augen aus dem Wasser
erhob, versetzte Kameramann Chuck Davis einen ordentlichen Schrecken. Um
in dem sumpfigen Gebiet überhaupt an die Tiere heranzukommen, mußte
ein Spezialfahrzeug gebaut werden, daß der Crew und der Ausrüstung
ausreichend Platz bot, gleichzeitig aber unter den extremen Bedingungen
manövrierfähig blieb.
| Produktion: | Lobo & Associates (Science Museum of Minnesota gemeinsam mit Fort Worth Museum of Science & History, St. Louis Science Center, Cincinatti Museum Center, Got Optical) - Mike Day, Michael Cook |
| Regie: | Mal Wolfe (Er arbeitete schon bei IMAX-Filmen wie "Beavers", "Sharks" und "Vulkane - Ring of Fire" mit. |
| Kamera: | Chuck Davis (Er arbeitet u.a. bei "Alaska - Spirit of the Wild" und "The Living Sea" mit |
| Sprecherin: | Maria Bill |
| Länge: | 39 Minuten |