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Julius J. Epstein
Max Epstein William Epstein Regie: Stefan Schwietert Dokumentarfilm schwarz/weiß
Filmdauer: 83min
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Im
rüstigen Rentenalter wurden die Epsteins schließlich vom Klezmer-Revial
überrascht. Die Könige des Klezmer kehrten zurück und feiern
seitdem Erfol um Erfolg, auch in den renommierten Konzertsälen Europas
und den USA. Und wurden die "klezmorim" früher nicht besser als Tagelöhner
und Vagabunden angesehen, so feiert man sie heute als Künstler. Ein
später Erfolg, über den sich niemand mehr wundert als die Epstein
Brothers selbst.
.
Kletzer-Musik:
Die traditionelle Instrumentalmusik
der osteuropäischen Juden wird heute allgemeinals Klezmer-Musik bezeichnet.
Ihr musikalischer Aufbau ähnelt der rumänischen Zigeunermusik,
enthält aber auch Elemente der Volksmusik Polens, der Ukraine und
anderer osteuropäischer Länder.
Unverwechselbares Kennzeichen der Klezmer-Musik ist die dem Gesangstil der jüdischen Gebetstradition nachempfundene Spielweise, für den der sogenannte "krekhts" typisch ist. Gespielt wird sie meist zu feierlichen Anlässen, wo nach ihren fröhlichen Melodien getanzt wird, doch gibt es auch wehmütige, nicht tanzbare Lieder.
Kletzmer-Musiker, genannt "klezmorim", zogen bereits vor Jahrhunderten mit "tsimbl", Geige, Bass und Trommel durchs Land, um bei Festen aufzuspielen. In Herbergen und Interhöfen, in Kurorten und auf Bällen waren sie mal gern gesehene Unterhalter, mal störende Vagabunden, die mit ihrem wilden Leben kaum mehr Ansehen genossen als Bettler.
Mit den jüdischen Einwanderunwellen gegen Ende des letzten Jahrhunderts kam die Kletzmer-Musik in die Neue Welt und entwickelte sich dort zu Beginn dieses Jahrhunderts zu einer neuen Blüte. Die traditionelle Dominaz der fidl (Geige) wurde abgelöst von der Klarinette, Einflüsse der amerikanischen Unterhaltungsmusik mischte sich hinzu.
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