Kaleb war inzwischen nicht untätig geblieben. In aller schnelle wob er einen Zauber, der ihn und die Frau in einen geistigen Kampf verstrickte. Dieser Kampf konnte nur mit Zeit oder dem Tod einer der beiden enden. Unheimliches Licht badete die beiden Körper und schon bald bemerkte man, das dies keine einfache Sache für beide war. Die Frau schien schwächer zu werden und Kaleb blutete leicht aus einer aufgebrochenen Wunde. Sahel war wieder aufgestanden und hatte zuerst des Wesen angegriffen, nun stand er hinter ihr wie ein Tiger vor dem Sprung und wartete auf den Ausgang des Kampfes. Kurze Zeit später war der Spuk vorbei. Das Licht verschwand und beide Kontrahenten standen noch immer da. Kaleb blutete sehr stark, zeigte aber keine Schwäche. Bei dem Wesen, das wie ein junger Mönch aussah, konnte ich nichts genaueres erkennen, aber damit habe ich gerechnet.
Sofort waren Sahel und Dunor in Aktion. Mit tödlicher Genauigkeit schlugen sie nach der Frau. Diese wich gekonnt zurück, trotzdem traf ein Schwerthieb von Sahel und sie landete auf dem Boden. Erneut verblüffte sie uns mit ihrer Schnelligkeit und es sah so aus als sprang sie, vom Boden liegend, in die Luft. Ihre Angriffe waren präzise genug um Dunor zu treffen, aber nicht stark genug um den Kämpfer von den Beinen zu reißen. Fay hatte inzwischen versucht in den Rücken unserer Gegnerin zu kommen, doch bei einer solchen Geschwindigkeit, hatte sie keine Chance. So beschloß auch sie im den Kampf einzugreifen. Zu dritt stachen die Kämpfer auf das Wesen ein, das es nun nicht mehr schaffte, allen Angriffen auszuweichen. Schnell war sie niedergestreckt. Endlich konnte man sich umsehen, doch wir wurden wieder überrascht. In einer unheimlichen Geschwindigkeit schlossen sich die Wunden und die Frau stand weder vor uns. Bevor noch Sahel auf sie losstürmen konnte, wollte sie einen Zauber auf uns werfen, dochdieser zeigte keinen Effekt. Von ihrer Handgeste schätzte ich, daß es sich um einen Kampfzauber gehandelt hatte, doch ihre Technik verriet, das sie eine andere Form benutzte, als jene, die ich mein Eigen nannte.
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Mit neu entfachter Energie stürzte sich Sahel und Fay auf den wiederentstandenen Feind. Zwei gezielte Schwerthiebe später war es auch schon wieder vorbei und dieses Mal hackte Sahel den Kopf von den Schultern. Wieder heilten alle Wunden des Körpers und dieser stand erneut auf, auch ohne seinen Kopf. Mit langsamen Bewegungen kam der Körper in Richtung seines Kopfes, doch Sahel hatte schon wieder sein Schwert gezogen. Der Körper machte eine Geste und wir waren plötzlich in Dunkelheit gehüllt. Die selbe undurchdringliche Dunkelheit, die auch Kaleb erzeugen konnte. Ich hörte wie zwei bis drei Personen davonliefen und dann war es wieder hell. Die Dunkelheit lag nun auf den Innenhof. Fay war noch bei mir, aber sonst war der Raum leer. Der kopflose Körper ging behutsam in Richtung der Dunkelheit und verschwand wenige Sekunden später in der selbigen. Ich zauberte ein Trugbild von mir und näherte mich dem Innenhof. Ich war noch nicht ganz dort, als sich die Dunkelheit auflöste und ich noch erkennen konnte, daß der Kopf sich wieder mit dem Körper verbunden hatte. Erneut stand die seltsame Frau vor mir, die sichtlich alle Wunden heilen konnte. |
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Fortsetzung |