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Plötzlich kam der Anführer mit gespannten Bogen hinter dem Wagen hervor. Er schrie seinen Männern einen Befehl zu und auch diese erhoben ihre Waffen. Drei der Orks hatten Bögen, die drei anderen zogen ein Breitschwert aus der Scheide. Instinktiv reagierte jeder von uns anders auf die gegebenen Umstände. Sahel und ich rannten so schnell wir konnten auf den Ersten Wagen zu. Ich wob noch einen Zauber, der ein Trugbild von mir schuf und mich für normale Sicht unsichtbar werden ließ. Das Trugbild war zwar nur wenige Schritt von mir entfernt, doch es zog alle Angriffe auf sich. Sahel wollte den ersten Bogenschützen ausschalten, doch wurde er von einem der Schwertkämpfer daran gehindert. Ein Kampf entbrannte zwischen diesen Kämpfern, doch ich hatte keine Zeit es mir anzusehen. Der Anführer der Orks, ein Bogenschützenadept, hatte mich als Ziel ausgewählt und sein Schuß war perfekt. |
Zielgenau traff sein Pfeil meinen Oberkörper, oder sollte ich sagen, er traff den Oberkörper meiner Illusion. Um den Anschein zu erwecken getroffen worden zu sein, ließ ich mich fallen. Ein anderer Ork, der mit Schwert bewaffnet war, kam gelaufen um das Werk zu beenden, das sein Vorgesetzter angefangen hatte.
Er war nicht schlecht erstaunt, als ich plötzlich aufsprang und ihm einen grünen Lichtblitz entgegenschleuderte. Dieser traf ihn mitten auf den Brustkorb und er wurde zu Boden geworfen. Kurz befürchte ich, das er durch die Wucht des Auftreffens bemerkt hätte, das auch das nur eine Illusion ist, doch ich hatte erneut Glück, da ich mich als Wizard ausgegeben hatte.
Jetzt wurde ich aber von zwei Bogenschützen unter Feuer genommen und über kurz oder lang hätte jemand den Schwindel durchschaut, wenn kaleb nicht seinen Dunkelheitszauber gesprochen hätte. Kurz im Dunkeln bewegte ich mich ein Stück, um diese wieder zu verlassen, und versuchte erneut den Anführer unschädlich zu machen. Zwei Zauber später war dieser noch immer nicht sonderlich angeschlagen. Entweder er hatte meine Zauber durchschaut oder sie waren nicht stark genug für ihn. Den anderen Angreifer hatte ich inzwischen schon vergessen, doch er brachte sich wieder in Erinnerung. Er griff mein Ebenbild mit einem gekonnten Angriff an, der für mich zu überraschend kam, um reagieren zu können. Er erkannte plötzlich seinen Fehler und wußte nun um meinen wirklichen Aufenthalt. Mit einem bösen Grinsen wendete er sich zu mir um. Selbstsicher schwang er sein Schwert in meine Richtung um mein Leben zu beenden. Doch meine Zeit war noch nicht gekommen. Mit einer kurzen Handbewegung schleuderte ich ihm einen weiteren grünen Lichtblitz entgegen. Schwer getroffen sackte er zu Boden. Wenn er gewußt hätte das dies auch nur ein Illusionistenzauber, und er nicht wirklich verletzt war, hätte ich nicht ganz so gut ausgesehen, doch nun hatte ich Zeit mich um den Anführer zu kümmern.
Dieser war inzwischen auf sein Pferd gesprungen und wollte das Weite suchen. Er trieb sein Pferd zu einem schnellen Galopp an, doch Fay und Kaleb waren hinter ihm her. Kaleb's Pferd, ein Knochengestell das längst tot sein müßte (vielleicht war es das), fiel schnell zurück, doch Fay gab nicht auf. Ich konnte mich inzwischen nur um die Verletzungen von Sahel und Dunor kümmern und die Orks fesseln. Ich war kaum fertig, als die Verfolger zurückkamen. Der Orkanführer war entkommen, da scheinbar sein Pferd besser gewesen war. Pech gehabt, doch wir bekamen alle wichtigen Informationen, die wir benötigten, von den Gefangenen. Das Transportgut waren Waffen, die für den Königshof von Thoral bestimmt waren. Alle hatten das königliche Wappen eingeprägt und wurde von den Orks gestohlen. Weiters erfuhren wir das, der Weg zum Lager der restlichen Orks führte, die dort schon auf die Lieferung warteten. Wir beschlossen sie noch länger warten zu lassen, und so spannten wir die Pferde aus, beluden sie mit Proviant, Wasser und Waffen und zerstörten die Wägen. Die gefangenen Orks ließen wir gefesselt liegen. Sie würden stunden benötigen um die Verstärkung zu alarmieren. Auf den Rücken der Pferd machten wir uns auf den Weg nach Haven. Wir mußten die Schlucht zurück und dann den Gebirge folgend, aber sonst wußten wir nicht sehr viel. Nach drei Tagen waren wir wieder aus der Schlucht gekommen und drei weitere Tage sind wir dem Gebirge gefolgt. Danach wollten wir einen anderen Weg nehmen. Ich positionierte einen Weg mittels meines Sextanten und wir folgten den neuen Weg. Die Essenrationen waren uns schon ausgegangen, doch Jagt und Sammelglück fanden wir genug zu überleben. Wasser war auch knapp, doch der im Gebirge aufgewachsene Zwerg fand immer wieder kleine Quellen, an denen wir diese auffrischen konnten. Nach zehn weiteren Tage in der Wildniss hatten wir Haven noch immer nicht entdeckt. Sahel wollte einen anderen Weg einschlagen, das von Kaleb mit seiner üblichen Gemeckere belohnt wurde. Das Jagtglück war hier schlecht und auch die Sammler hatten nicht immer genug für sich selbst. Sahel teilt sich mit Ardela seine letzten Reserven und tat das selbe mit Fay. Nach der letzten Wegänderung vergingen weitere zehn Tage. Das Jagtglück hatte sich gebessert. Sahel war es zwei Mal gelungen einen Hirschen zu erlegen. Das Essen hatte allen gut getan und die Moral war wieder gebessert.
Doch nach diesen zehn langen anstrengenden Tagen war es dieses Mal Kaleb, der für einen anderen Weg sein Wort erhob. Keiner besseren Idee ausweichend folgende wir Kaleb's Rat und wandelten auf einen neuen Weg und folgten diesem für sieben Tage.
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Der Ritt war anstrengend aber langweilig. Kein Lebewesen zeigt sich. Die Aggressivität der Leute hatte sich durch die schlechte Lage nicht gebessert und ich dachte zeitweise, daß es besser wäre, einige Orks griffen uns an, damit etwas passiert. Eine erneute Kursänderung brachte am vierten Abend endlich den gewünschten Erfolg. Ein Lagerfeuer wurde am Horizion entdeckt. Alle gingen so schnell es noch möglich war auf dieses Feuer zu. Dort saß ein Mensch mittleren Alters mit auffälligen Augen. Er war freundlich und Hilfsbereit. Er teilte seinen Braten und Geschichten mit uns, verkaufte einen magischen Essensbeutel und gab Dunor einen magischen Kompaß, der immer nach Parlainth zeigte. Am nächsten Morgen teilten sich unsere Wege, da er weiter nach Süden wollte. Nach elf weiteren langweiligen Tagen im Sattel (ich konnte fast nicht mehr sitzen) hatten wir dann endlich die Stadt Haven erreicht. |
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