Am nächsten Morgen wurden noch einige Gegenstände gesorgt und schon begann eine neues Reise mit dem Krieger und dem Nethermancer. Es ging in das Thoralgebirge. Nach Angaben des Buches lag die Eishöhle der Spinnenwesen etwa eine Wochenreise inmitten eines Gletschergebietes. Die damalige Gruppe hatte nur durch Zufall diese Höhle gefunden, und sind auch nur mit Glück den Spinnen entkommen. Wir wußten alle (bis auf Kaleb) das dies keine leichte Aufgabe war, aber es war für meine Reisegefährten lebensnotwendig diesen Hammer zu finden. Berge

Ohne den Hammer würde der Fluch weiter auf ihnen lasten, und so ihr Regenerationskraft schwächen. Die Reise war anstrengend und schon früh merkte ich, daß sich die Anschaffung des Winternachtumhanges gelohnt hatte. Diese magischen Umhänge, aus Zwergenhand gefertigt, konnten ihren Träger lange Zeit vor dem eisigen Tod bewahren. Kurz nachdem wir an der Stelle angekommen waren, wurde mir meine Fehler bewußt. Die andere Gruppe hatte den Einstieg in die Höhle in einer Eisspalte gefunden, doch das war einige Jahre her und unsere Angaben waren somit nutzlos.

Doch durch die Beobachtungsgabe unserer Diebin und einem Fasteinbruch durch das Eis konnten wir den Einstieg finden. Am Boden der Eisspalte angekommen, merke ich sofort das etwas nicht stimmte. Ein kurzer Blick in den Astralraum genügte um meine Befürchtungen zu bestätigen; der Astralraum war verschmutzt. Nicht genug um einen Horror in der Nähe zu vermuten, aber trotzdem noch schädlich genug. Hier mußte ich besonders auf mein Talent aufpassen, den meine Art der Magie ist im Astralraum weithin sichtbar.

Vorsichtig gingen wir in Richtung der Höhle. Alle waren gespannt, was uns dort erwarten würde, doch keiner konnte es sich vorstellen. Es war eine riesige Höhle, die an mehreren Stellen von metergroßen Netzen unterteilt wurde. Nach einer einfachen Untersuchung der Höhle stellten wir fest, daß es nur zwei begehbare Ausgänge gab. Ein weiterer war ein Loch in der Decke der Höhle.

Wir vermuteten, das von dort die Spinnen kommen würden, doch bis jetzt war keine zu sehen. In der Mitte der Kuppel aus Eis war einer Art Nest für die Spinneneier. Dieses Gespinnst aus Eisfäden hing an drei, fast einen halben Meter dicken, Eissträngen in der Luft. Das oberste Stück verschwand in der Decke. Aber da sich sonst nichts tat, fingen wir mit dem Abseilen in den abfallenden Ausgang an. Der Abstieg war ermüdend aber von Erfolg gekrönt. Nachdem wir das untere Ende erreicht hatten, konnten wir einen alten Altar sehen. Hinter diesem war ein fast 3 Meter hoher Eisblock zu sehen, in dem sich ein Hammer befand.

Ich selbst merkte fast nicht, wie kalt es in der Höhle war, doch meine Mitstreiter mußten schnell feststellen, das es in dieser Höhle unnatürlich kalt war. Mit eisernem Willen arbeiteten Sahel und Fay an dem Eisblock. Ich kümmerte mich um warme Getränke und Kaleb "überwachte" die Arbeiten.

Nach fast vier anstrengenden Stunden hatten wir endlich den Hammer aus dem Eis befreit. Es war ein relativ gewöhnlich aussehender Hammer, der nicht wie ein langer verschollenes Artefakt wirkte. Mehrere Untersuchungen des Hammers mittels meines Auges und Zaubern waren ergebnislos geblieben, als wir beschlossen, den Hammer einem Waffenschmiedadpten zu zeigen.

Spinne Vorsichtig kletterten wir nach oben, aber schnell stellten wir fest, das sich etwas verändert hatte. Ein Durchgang war jetzt mit den Eisfäden zugesponnen. Schnell zogen wir unsere Waffen, doch eine riesige Spinne stürmte auf uns zu. Sahel, der als schnellster reagierte lief auf die Spinne zu um dieser den Weg abzuschneiden. In nächsten Moment war er jedoch wieder in zurückweichen. Fay hatte sich inzwischen auf eine zweite Spinne konzentriert, die versuchte zwischen den Netzsträngen mit ihren Klauen nach uns zu greifen.

Mein erster Spruch sollten wieder einmal die Kristalldolche sein, doch änderte ich meine Meinung. Denn die zweite Spinne merke das ihre Angriffe nutzlos waren, strich sich über ihre Brust. Für einen Laien würde das harmlos wirken, doch mein magisches Auge verriet mir, das sie einen Zauber webte und das mit Leichtigkeit.
Ich fing gerade an einen Gegenzauber zu weben, da zeigte der Zauber schon Effekt. Fay wurde mit einer dicken Schicht Netzfäden eingehüllt.

Von meinen Studien wußte ich, das jemand der darin gefangen war, schnell an der Kälte zu Grunde gehen konnte. Meine Hände flogen aber mein Gegenzauber war nicht stark genug. Man sah Fay verzweifelt versuchen ein Loch in das Netz zu schneiden, aber für den Moment war es unmöglich. Erneut wollte ich den Spruch aufheben, doch ich vergaß die zweite Spinne. Diese hatte erneut den Zauber gewebt, und dieses Mal war ich das auserkorene Ziel. Dicke Fäden schlossen mich ein und entsetzliche Kälte zog das Leben aus meinen Körper. In ersten Moment dachte ich, ich würde hier und jetzt sterben, doch mein Wille Fay zu befreien half mir weiter zu machen. Fest entschlossen wob ich einen Feuerzauber und warf diesen gegen das Eisnetz. Dieses wurde merkbar schwächer, gab aber noch nicht nach. Ich benötigte zwei Schläge mit meiner Faust bevor ich aus der Eishölle befreit war. Als ich mich umsah, sah ich gar nichts. Trotz meines Leuchtkristalles, den ich um meinen Hals trug, und meiner elfischen Sinne war ich in eine Dunkelheit gehüllt, aus der es kein Entkommen gab. Vorsichtig begab ich mich in Richtung des Eisgefängnisses, in dem ich Fay vermutete. Mein Auge zeigte mir, das es sich bei der Dunkelheit um einen Zauber handelte. Weiters war das Auge brauchbar um Fay wieder zu finden. Diese lag schwer verletzt auf der Stelle, wo sie die Spinne niedergestreckt hatte. Mein Herz war voll von Furcht. Wenn sie nicht überlebt, hatte ich eine, mir wichtige, Elfin verloren. Vorsichtig hob ich ihren Kopf auf und horchte nach ihrem Herzschlag. Zum Glück, sie war nur Bewußtlos. Schnell nahm ich einen meiner Heiltränke und goß in vorsichtig in ihren Mund. Langsam rührt sie sich wieder, und sie begann sich umzusehen. Ich hielt ihr den Mund zu und erklärte ihr leise die Situation, die ich in meinem Auge wahrnahm.

Kaleb hatte die Dunkelheit erschaffen, um sich an die zweite Spinne heranzuschleichen und diese mit seinen Zaubern zu töten. Sahel stand bei der anderen, doch diese war bereits tot. Die Angriffe des Nethermancers waren aber nicht ganz von Erfolg gekrönt und so mußten wir uns langsam zurückziehen. Ardela, die bis jetzt im Hintergrund geblieben war, half mir Fay in Richtung des Ausganges zu ziehen. Sahel und Kaleb deckten den Rückzug.

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