Kapitel 3: Toral, Erhan und ein Hammer im Eis

Zwei Wochen später betraten wir Bartertown. Diese große Stadt bestand, wie schon gesagt, meistens aus riesigen Zelten, wo Händler ihre Waren anpriesen. Unsere Karavane kam gegen Abend in die Stadt, doch trotzdem wurde noch immer reger Handel getrieben. Auf einem der vielen Plätzen trennten wir uns von Baldur und den anderen. In den letzten sieben Wochen hatten wir uns schon gut kennengelernt und so viel der Abschied schwerer als erwartet. Nur Kaleb hatte mit Abschieden keine Probleme. Kurz entschlossen nahm er das ausbezahlte Geld und ging auf ein Gasthaus zu, daß uns noch von Baldur empfohlen wurde. (Es gehört einem seiner Brüder/Neffen/... oder so). Dort aßen wir erstmal etwas und planten die Zukunft.


PARLAINTH

Fay,Sahel und Kaleb mußten noch immer einen Hammer finden, da sie von einem Dis-Questor verflucht worden waren. Es sollte meine Aufgabe sein, nach Thoral zu gehen und Informationen über den Hammer zu bekommen. Die anderen wollten hier ihre Fähigkeiten mit einem Lehrmeister steigern. Ich plante, schon früh aufzubrechen, also sagte ich dem Wirt, er solle mich zeitig wecken. Der Wirt erledigte das zu meiner Zufriedenheit. (Zumindest redete ich es mir ein, da die Sonne sich noch nicht sehen ließ) Schlaftrunken nahm ich meine Sachen, zog meine Hose an und ging Richtung der Pferdetränke. Ich war fast dort angekommen, als ich plötzlich hell wach wurde. Fay war scheinbar auch früh aufgestanden (oder nie schlafen gegangen) und stand leicht bekleidet bei der Tränke. Sie hatte sich einen Eimer besorgt (Wie auch immer) und wusch sich gerade leicht bekleidet die Haare.

Ich benötigte einige Sekunden, bevor ich bemerkte, daß ich meinen Blick nicht von ihr nehmen konnte. Sie hatte den schönsten Körper, den ich je erblickte. In meinen Dorf gab es einige hübsche Mädchen, doch sie war etwas besonderes. Ihr Körper war durchtrainiert aber doch anschmiegsam. Obwohl sie nur dastand, zog sie meine Blicke auf sich. Sie drehte sich etwas, um das Wasser aus ihren langen Haaren zu winden und ich war von ihrer Schönheit einen Moment geblendet. Im Licht der aufgehenden Sonne konnte ich keine zweite nennen, die so hübsch war. Ich glaube, daß das der Zeitpunkt war, an dem ich mich in sie verliebt hatte. Wäre ich zu diesem Zeitpunkt nicht so schüchtern gewesen, wäre mein Leben anders verlaufen, da bin ich mir sicher.

Ich fuhr plötzlich auf, als ich merkte, daß sie meine Anwesenheit spürte. Jeder erfahrene Abenteuerer besaß (zeitweise) die Fähigkeit zu bemerken, wenn er beobachtet wurde, und das war bei Fay nicht anders.

Fay Schnell ging ich in's Gasthaus zurück und wartete bis Fay herein kam.Sie sah mich an und lächelte. Ich glaube bis heute, das sie damals wußte, daß ich der Beobachter war, aber ich habe niemals gefragt. Sie setzte sich neben mich und wir aßen gemütlich ein gemeinsames Frühstück.


Während des Essens ertappte ich mich mehrere Male, wie ich die hübsche Diebin anstarrte. Ich wurde rot, als ich merkte wohin ich immer öfters starrte. Zum Glück hatte sie es nicht bemerkt (so hoffte ich). Nach einem ruhigen Essen ohne viel Überraschungen trenten sich unsere Wege.

Ich ging nach Thoral und sie suchte sich einen Lehrmeister. Für eine Woche arbeitete ich in der großen Bibliothek von Thoral, bis ich auf ein Journal stieß mit den benötigten Informationen. Der Hammer war von einer Gruppe Abenteurer entdeckt worden, sie konnten aber das gute Stück nicht bergen, da es von unnatürlichen Kreaturen bewacht wurde. Die Kreaturen wurden als sehr große Spinnenmonster mit Menschenkopf beschrieben. Die Wegangaben waren zwar nur wenige, aber genug um das man den Weg finden könnte.

Das nächste Ziel war es, mehr über die Drachenstatue zu erfahren, doch meine Suche blieb nicht unentdeckt. Ich wollte wieder nach Bartertown gehen, als ich von einem älteren Mann angesprochen wurde. Er wirkte wie ein Geschäftsmann, und so nahm ich an, daß er nur an der Statue interessiert war. Ich versuchte zu verschleiern, das ich der Besitzer war, um mehr über sein Interesse erfahren zu können. Er bot eine beträchtliche Summe um in den Besitz des Kunstwerkes zu kommen. Ich versprach ihm, sein Angebot weiterzuleiten und verschwand in der Nacht. Am nächsten Morgen verbarg ich die Statue in der Nähe von Bartertown, damit sie mir nicht gestohlen werden konnte.

Noch am selben Morgen wollte ich mir meinen Lehrmeister finden, da mir mein letzter einen Namen in Bartertown gegeben hatte. Der Elf, den ich suchte, sollte ein begabter Rawmage sein und auf den Namen Erhan hören. Ich benötigte bis zum Abend um ihn zu finden. Er war eine beachtete Persölichkeit und wirkte leicht wie ein Politiker. Von seinen vielen Aufgaben angetrieben, sprach er kurz mit mir, musterte mich auffällig aber willigte dann doch ein, mich weiter zu trainieren. Ich war überglücklich jemanden gefunden zu haben, der mich weiter bringen konnte, den Rawmages sind selten geworden. Früher wäre es kein Problem gewesen, doch seit der Scourge hatten Magier Spellmatrixen geformt um sich vor den schädlichen Energien des Astralraumes zu schützen und die Disziplin des Rawmages ist in Vergessenheit geraten. Nur noch alte Elfen oder andere langlebige Rasse kennen diesen Beruf. Ich trainierte täglich mehrere Stunden mit ihm und am Schluß meiner Anstrengungen wurde ich mit neuen Wissen und einem Zauber belohnt. Ich danke ihm für seine Hilfe, bezahlte das Lehrgeld und ging zu den anderen zurück, um die weiteren Pläne zu besprechen. Alle warteten in Sahel's Zimmer auf mich und nachdem ich die gesammelten Informationen aufgetischt hatte, war es klar, das wir den Informationen des Journales folgen würden.

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