![]() |
Kapitel 2: Meine erste Reise nach Thoral (und mein erstes Treffen mit einem Obsidian(wo)man) Die Reise fing eigentlich recht nett an. Kaleb war grummelig wie immer und ließ dies an Wuff, der treu an seiner Seite war, aus. Sahel versuchte den professionellen Krieger zu zeigen, was ihm erstaulicherweise recht gut gelang. Sonst war es etwas kühl zwischen den Leuten. Die sechs Krieger,- alles keine Adepten - blieben zusammen, denn sie kannten sich schon länger. Der Zwerg hatte noch eine junge Begleiterin, die auch lieber mit dem Zwerg zusammen war als sich mit einem von uns abzugeben. Allein mit der Beastmasterin konnte man ein bißchen sprechen. Sie hieß Sheela und war schon bei zwei Reisen des Zwerges dabei gewesen. Sie kannte die anderen Krieger aber blieb wohl angesichts der nicht unbedingt tollen Auswahl lieber allein mit ihrer Katze. Ich mußte ihr rechtgeben, das die etwas rauh wirkenden Krieger alles in allem mehr einschüchternd als freundlich wirkten und ich bin mir sicher das mehr als einer ein Auge auf die hübsche Beastmasterin geworfen hatte, aber die Wildkatze war ein guter Grund, einen Schutzabstand zu halten. |
Die erste Woche verging ohne Probleme und langsam hatte ich mich an die zügige Geschindigkeit gewöhnt mit der die Expedition durch die mir unbekannte Welt zog. Tag für Tag war das Selbe und nie sahen wir eine Menschenseehle. Am Ende der zweiten Woche sahen wir einen mächtigen Fluß, den Serpentriver. Den längsten Fluß der ganzen Provinz der an machen Stellen bis zu vier Kilometer breit ist. Dieser Fluß wird von echsenartigen Kreaturen beschifft, die Tskrank genannt werden. Als ich die ersten von diesen Wesen sah, glaubte ich meinen Augen nicht. Nicht grün oder blau gekleidet, wie ich angenommen habe, sondern in den grellsten Farben trugen diese Echsen am Körper und ihr Schiff stand ihnen um nichts nach. Erst später sollte ich erfahren, daß das was ich ein Schiff nannte, nur eine Fähre war, denn die Tskrankschiffe sind bedeutend größer. Der Zwergenhändler sorgte für unsere Überfahrt und schon kurze Zeit später waren wir auf der anderen Seite des Flußes. Bei der Überfahr beneidete ich die Tskrankmatrosen wegen ihrer Leichtherzigkeit mit der sie sich in der Takelage bewegten. Es sah fast wie Spiel oder ein Tanz aus, wenn man ihnen länger bei der Arbeit zusah. Doch die Momente der Erholung an Bord waren schnell verflogen und die Reise wurde auf der anderen Seite des Flußes fortgesetzt. Es dauerte weitere zehn Tage bis wir die ersten Ausläufer des Urwaldes vor uns sahen. Dort angekommen war das vorankommen verlangsamt. Ich war froh darüber, daß ich nicht zum Schlagen des Pfades herangezogen wurde und mich so etwas ausruhen konnte. Langsam schlängelte sich unser selbst erzeugter Pfad in den Urwald. Ich dachte darüber nach, das spätestens in ein paar Wochen nichts mehr von unserer Spur zu sehen sein wird, und falls etwas passiert, wir niemals gefunden werden würden. Nach zwei Tagen sind wir schon ein gutes Stück in dem Dschungel herumgekommen, aber die gewünschte Blume hatten wir noch nicht entdeckt.
| Plötzlich kam ein Schrei
von der Spitze unserer Expidition. Tiron, einer der menschlichen Krieger,
hatte eine Gruppe von sechs kleinen Wildkatzen auf einer Lichtung aufgescheucht.
Die possierlich wirkenden Katzen zeigten anstalten, die ersten Krieger
anzugreifen, wurden aber zuerst nicht ernst genommen. Erst als Sheela die
Tiere erkannte, wurde uns die Gefahr bewußt, in der wir waren. |
![]() |
Die kleinen Kätzchen waren gefährliche Raubtiere, die dank ihrer unproportionalen Körperkraft auch einen erfahrenen Kämpfer töten konnten. Als schnellster unserer Gruppe reagierte Sahel. Wie ich es schon oft bemerkte, wurde seine Haut plötzlich wie von Holz übewuchert und er zog sein Schwert. Dieser Holzhauteffekt ist eine der magischen Talente der Kriegeradepten, die ihre Kampfkraft deutlich verbesserten. Mit einem Brüllen griff er eine der Katzen an. Seinem Vorbild folgend stürzten sich auch die anderen Krieger in den Kampf. Schon bald merken wir, daß wir mit den Kätzchen mehr zu tun hatten, als uns lieb war. Für jeden eingesteckten Treffer teilten die kleinen Kampfmaschinen schwere Treffer bei den Kriegern aus.
![]() |
Auch Sahel mußte schnell merken, das mit Geschick
und Kraft dieser Kampf nicht zu gewinnen war. Doch es war mehr hier. Sheela
benutzte ihr Beastmasterfähigkeiten um drei der Angreifer zu vertreiben.
Kaleb schlich sich an eines der Tiere bis auf ein paar Schritt heran und webte einen Zauber, den ich schon von ihm gesehen hatte. Dieser holt kleine Energien aus der Netherebene um den Angreifer zu verletzen. Doch dieses Mail ist ihm der Zauber besonders gut gelungen, denn das Tier war wie vom Blitz getroffen und sank leblos zu Boden. |
Ich selbst hatte meine Probleme, meine Zauber wirkungsvoll einzusetzen, aber mit gemeinsamer Kampfkraft konnten wir schießlich die restlichen Tiere besiegen. Doch es war schrecklich, nicht einer der Kämpfer ist ohne die eine oder andere schwere Verletzung entkommen. Am schlimmsten hat es den Ork erwischt, da er scheinbar der Anführer der Krieger des Zwerges ist. Ich kümmerte mich um die Wunden so gut ich konnte und benutzte einen Zauber der Essen wärmen konnte um die Verletzten so gut wie mir nur möglich zu versorgen. Allein Kaleb war schweren Verletztungen entkommen (abgesehen von mir, da ich in keinen Nahkampf verwickelt wurde) und so mußte er seinem jetzt schon ernormen Ego noch ein Schäufelchen zusetzten. Während sich ein jeder um sein eigenes Wohl kümmerte, war Kaleb wieder in seinem Element.
"Eigentlich hätte ich es auch allein geschafft", prahlte er vor dem Zwerg. "Ach ja ? Vielleich glaubst du auch die Blume allein zu finden. " "JA. Aber dieser Dienst kostet extra. " erwiederte Kaleb, der sich insgeheim freute, daß der Zwerg in diese seine Falle gegangen war.
Denn obwohl man es nicht ansieht, so ist der Nethermancer einer der geizigsten Personen die ich kenne.
"Ok, solltest du die Pflanze finden, so gibt's noch einmal 20 Goldstücke" "Für jeden ? ", kam schnell die Frage. "AHHH, Nein für alle die Suchen, und das ist mein letztes Wort" kam die Antwort, des jetzt langsam rot anlaufenden Zwerges.
"Auch das kann ich einrichten", sprach der böse lächelnde Kaleb wie er sich zu mir herüberbewegte.
"He ihr Stümper, wollt ihr mitkommen die Blume zu suchen", waren die aufmunternden Wort als er dann bei uns war. Sahel, der solche Späße gar nicht mochte, wollte gerade aufspringen um den Nethermancer zu zeigen, wer hier der Stümper waren, doch beließen wir es bei höflichen Drohungen. Wie ein jeder Nethermancer kannte auch Kaleb die Bedeutung des Wortes Angst nicht, und so nahm er keine unserer Aussagen wirklich ernst. Zum Glück, den ein in die Enge getriebener Nethermancer ist genau so tödlich wie ein verwundeter Löwe.
| Zurück |
|