Wir gingen dann gegen Mittag los um die Blume zu suchen, doch bis zum Abend waren wir erfolglos. Am nächsten Morgen gingen wir schon früh los und suchten mit mehr Energie. Sahel und Fay Verletztungen waren fast verheilt (zum Teil durch meine medizinischen Kenntnisse und wegen des Essens) und so blieben und der Zwerg, seine Begleiterin, der Ork und die sechs verwundeten Krieger im Lager zurück.
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Schon nach kurzem Suchen waren
wir erfolgreich. Das kann daher kommen, das sich Kaleb an ein Buch erinnerte,
das er vor Jahren über diese Orchideenart gelesen hatte.
Fay war wirklich eine begnadete Kletterin und so waren wir vor Mittag wieder im Lager mit der Pflanze zurück. Baldur war überglücklich, aber schnell wieder auf dem Boden der Tatsachen als Kaleb das ausgesetzte Geld verlangte. Nachdem wir es unter uns verteilt hatten, wurde das Lager abgebrochen und der Weg nach Thoral eingeschlagen. |
Erst jetzt erinnerte ich mich, daß mein Lehrer mir immer von einem talentierten Rawmage erzählt hat, der in Bartertown wohnte. Bartertown war die Handelsstadt, die am Eingang zum Zwergenkönigreich erbaut werden. Es war eine Zeltstadt ohne großen Luxus, aber man sollte dort alles kaufen können, was man für Geld bekommen kann. Ich wollte dort meine Prüfung für den nächsten Grad machen. Doch bis dort hin war es noch weiter als ich es mir hätte träumen lassen.
Eine weitere Woche später, wir waren undgefähr noch zwei Wochen von Bartertown entfernt, wurde in einer kleinen Ortschaft namens Hanto rast gemacht. Alle waren wieder einmal froh in einem Bett oder unter einem Dach zu schlafen. Das Essen war einfach aber gut, die Getranke ausgibig. Die Krieger hatten sich von den Strapazen der Reise und der Verletztungen erholt. Alle genossen die ruhigen Stunden in der dörflichen Schenke ohne zu wissen, daß es schon bald anderes werden würde.
Nach einem durchzechten Abend wollte ich nur noch einschlafen doch mein Instinkt und Sahel's Vorsicht ließen mich auch vorsichtig werden. Ich suchte mir einen sicheren Schlafplatz und verbrachte die Nacht dort. Selbst wenn in dieser Nacht etwas passiert wäre, hätte ich es nicht mitgekommen.
Am Morgen wurde ich von den ersten Sonnenstrahlen geweckt. Es war ein herrlicher Tag, so dachte ich, und ich wollte mir ein frühes Frühstück gönnen, um vor allen anderen abmarschbereit zu sein. Sahel war schon wach, er hatte auf einem Dach übernachtet, aber er schien nicht ganz munter zu sein.
| Gelangweilt
aber erfrischt aß ich etwas Brot und Käse, als ich auf einem
Hügel eine Gruppe von Personen wahrnehmen konnte. Meine elfischen
Sinne waren besser als die des menschlichen Kriegers und so teilte ich
den anderen meine Beobachtung mit. Sofort war Sahel in seinem Element,
darauf hatte er gewartet. Vielleicht waren das eine Gruppe Banditen, die
das Dorf überfallen wollten. Scherzhaft meinte Sahel, das wenn es
Banditen wären, sie seine Sparbüchsen sind. Er meinte das gute
Banditen wertvolle Rüstungen und Waffen hatten, die man in Bartertown
zu Geld machen könnte. Die anderen Krieger schlüpften auch schnell in ihre Rüstungen, und auch der Ork war wieder kampfbereit. Der einzige Krieger des Dorfes, ein alter Zwergenveteran, holte lässig seine Axt und wir erwarteten alle interesseirt das kommende Unheil. Die Gruppe bestand aus sieben Personen. Vier Menschen, die wie Krieger angezogen waren. Zwei Trolle, die die letzte Person flankierten und ein Obsidianmen mit seltsamer Rüstung und Gewandung. |
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Der Obsidianman war scheinbar der Anführer der Gruppe, langsam, von den Trollen gedeckt, ging er auf den Hauptplatz des Dorfes, wo er mit lauter Stimme offenbarte.
"Ich bin Moltaa. Ich bin gekommen, da mir berichtet wurde, daß unter euch mein Mädchen lebt, das von einem Horror gekennzeichnet wurde, und seither seine Kräfte einsetzt. Ich werde dieses Dorf bis zum Ende meiner Untersuchungen unter Quarantäne stellen. Niemand darf das Dorf verlassen. Alle Waffen sind bei mir jetzt abzugeben. "
Es war still geworden, bis auf das getuschel zwischen den Dorfbewohnern. Kaleb trat als erster aus dem Schlafraum hervor. Gelangweilt ging er auf die Gruppe zu, nahm seinen Dolch aus der Scheide und warf ihn vor die Fuße des Obsidiammen.
"Den bekomme ich nachher wieder, Verstanden !", waren seine einzigen Worte.
Ich selbst hatte entzwischen eine andere seltsame Entdeckung gemacht. Die Trolle waren leichenblaß. Sie atmeten nicht und allen Anschein zu Folge waren sie Tod. Das bedeutete das hier noch ein Nethermancer sein mußte. Verzweifelt suchte ich nach diesem, aber ich sollte überrascht werden.
Entzwischen hatten sich Sahel, der Zwergenveteran, Fay und der Ork in einer Reihe auf.gestellt und blickten mordlüster in Richtung der Neuankönnlinge.
"Wenn du meine Axt willst, mußt du sie dir schon holen", bellte der Veterant dem Obsidianmen entgegen.
Ohne ein Wort zu verlieren, trat der Steinman hinter seine zwei Bodyguards und konnte für einen Moment nicht gesehen werden. Diesen Moment hatte er aber genutzt. Er trat plötzlich wieder hervor, hatte einen Knochen in der Hand, den er vor unseren Augen zerbrach. Es gab ein entseztliches Geräusch, das sich mehrere Male bei den Kämpfern wiederholte. Blutüberströmt brach sowohl der Veteran als auch der Ork tot zusammen. Fay's Unterarm war sichtlich gebrochen und auch Sahel hatte einige Knochenbrüche davongetragen. Jetzt war es allen klar, der Obsidianmen war ein Nethermancer.
Der Kampfgeist angesichts solch zerstörerischen Kraft gebrochen, gaben alle ihre Waffen bereitwillig ab. Die Körper des Zwerges und des Orks sollten beerdigt werden, doch der Steinman hatte andere Pläne. Er wob einen Zauber und schon kurze Zeit später waren diese zwei wieder unter uns.
Doch nicht so wie wir es uns vorgestellt hatten, denn er hatte sie nämlich und Untote verwandelt. Unnatürliche Wesen, die nur noch seinen Befehlen gehorchten. Ich hatte genug zu tun, um alle Verletztungen notdürftig zu verarzten. Manche der Brüche waren einfach, doch Fay's war so komplex, das ich es vorzog ihr eine meiner Heiltränke zu geben. Nachdem sie diesen Getrunken hatte, war ihre Verletztung sichtbar leichter. Inzwischen hatten die Untoten angefangen, einen Zaun um das Dorf zu errichten. Dicke Bäume wurden in der Umgebung gefällt, zugespitzt und in der Erde rund um das Dorf versenkt. Der Obsidianman hatte inzwische Quartier in einem der Häuse eingenommen, und verfolgte schon die Spur des horrorgemarken Mädchens. Durch die Aussagen der Dorfbewohner konnte er diese schnell lokalisieren und gefangen nehmen. Sahel, immer um das Wohl anderer Leute besorgt, wollte mehr über die Sache erfahren. Nach einer kurzen Stellungnahme des Steinmannes über seine Arbeitsweise, war allen klar (bis auf Kaleb, da sein Gehirn nur für bare Münze arbeitet) das wir dem Mädchen helfen mußten.
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Wir befragten
ihre Tante und auch das Mädchen selbst, und konnten feststellen, daß
sie ihre Fähigkeiten von einem, ihrer Meinung nach , magischen Buch
bekommen hat. Dieses Buch sollte der Beweis sein, den wir benötigten,
um die Unschuld des Mädchens zu untermauern.
Sahel diskutierte mit unseren Quarantänewächter und mußte dem Steinman schwören, das er wieder, nach der Suche zurückkehren würde. So waren wir frei um nach dem Buch zu suchen. Die Angaben über den Ort waren präzise und so konnten wir das kleine Erdloch schnell finden. Mit etwas Mühe quetschten sich Kaleb und Sahel in das Loch hinein. Kurze Zeit später bargen wir aus dem Loch ein Buch mit altelfischen Symbolen und eine Drachenstatue. Sowohl das Buch als auch die Statue waren magisch oder besser gesagt, hatten ein Pattern. Nach unserer Rückkehr berichteten wir dem Obsidianman unsere Erlebnisse und forderten ihn auf nun die Quarantäne aufzuhaben. |
Doch er dachte nicht daran. Ja er behauptete sogar, das das Buch selbst von einem Horror erschaffen wurde. Sahel wollte ihn überzeugen, das das Buch in die Bibliothek von Thoral müsse, da es sich immer schneller aufzulösen schien. Zuerst war der Obsidianmam abgeneigt einen Horrorgegenstand in eine soche Stadt zu bringen, aber die andauernde Argumentation von Sahel war selbst für ihn zuviel. Er ließ uns ziehen. Vor der Abreise fragte Sahel noch wie man das Geschlecht eines Obsidianman erkennen könnte, und erfur das Moltaa selbst eigentlich weiblich war. (Er / Sie ich weiß es bis heute nicht wirklich, wo da der kleine Unterschied liegt ) Aus unserer Reise zerbrach immer mehr von dem Buch. Bemüht das Wissen zu retten kopierte ich jeden Tag einen Teil des Buches, doch ich war zu langsam. Nach knapp einer Woche war das Buch zerstört. Etwas niedergeschlagen kehrten wir wieder nach Hanto zurück.
Dort bemühte sich Sahel erneut um das Wohl des Mädchens, denn die Obsidianwomen wollte das Mädchen mittels eines Rituales von dem Horror trennen. Man sollte vielleicht, ohne ein schlechtes Licht auf Nethermancer werfen zu wollen, sagen, das das Mädchen zu einer hohen Wahrscheindlichkeit dabei sterben würde. Sahel, der dies nicht zulassen konnte, bat um einen Ausweg. Moltaa gab ihm eine, die alle verblüffte. Er sollte schwören, auf das Mädchen für die nächsten drei Jahre aufzupassen, sie zu beobchten und nie länger als zwei Wochen in einer Stadt zu verweilen. Nur dann würde das Mädchen geschont werden. Sahel leistete den Schwur und wir hatten eine neue seltsame Reisebegleiterin. Das damals vierzehnjährige Mädchen hieß Ardela und wirklich sie besaß seltsame Kräfte. Sie konnte kleinere Gegenstände levitieren und Wunden wie ein gelernter Wundheiler verarzten. Aber keine der Fähigkeiten wirkte von einem Horror erzeugt und auch das astrale Bild wirkte eher nach einem Adeptentalent, aber einem, das ich noch nie gesehen hatte.
Am nächsten Tag ging es weiter nach Thoral.
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