| Kapitel 1: Ein Kennenlernen und eine schnelle
Flucht
Es war kurz nach dem ich in Kratas eingetroffen bin, als
ich einen alten Freund besuchte. Es war Briamon, Illusionist und alter
Weggefährte meines Meisters, den ich schon ab und zu in meinen Dorf
getroffen hatte. Ich hatte von ihm eine Einladung erhalten, sollte ich
jemals nach Kratas kommen, daß ich dann bei ihm nächtigen kann.
Wie wir so in's Gespräch vertieft waren, bot er an, mich in einer
Abenteurergruppe unterzubringen. Doch Briamon hatte den Gegenstand, den die Leute benötigten bei seinem letzten Besuch in den Höhlen bereits mitgenommen. Dies war nun mein Schlüssel in die Gruppe, von dem ich bis heute nicht weiß, ob es ein Segen oder ein Fluch war. Noch am selben Tag wurde ich der Gruppe vorgestellt. Zu diesen Zeitpunkt bestand die Gruppe aus drei Personen. Sahel, ein menschlicher männlicher Kriegeradept, ehrenhaft, fast schon nobel; Kaleb ein humanoides, menschliches Skelett. Mit seiner Größe und Aussehen wußte jeder das er ein Nethermancer war. Sowie Fay eine elfische "Diebin", geschickt, hübsch und leicht verschlagen, aber eine tolle Schwertkämpferin. |
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Ja, das war die Gruppe mit der ich dann so viel erleben sollte. Ach ja, ich habe noch Wuff vergessen. Wuff war das, was man einen Hund nennen könnte. Abgemagert, aber drahtig, lernte ich schnell, daß dieser Hund des Nethermancers etwas besonderes war. Denn die Situation konnte nicht so gefährlich sein, als das Wuff sie nicht überlebte.
Es war am nächsten Morgen, als wir aufbrachen um die unterirdische Schatzkammer zu öffnen. Der Morgen war kühl, aber zum Glück nicht windig. Langsam gingen wir zu einem Abgang, der uns unserem Ziel näher bringen sollte. Plötzlich sahen wir die Probleme, die wir haben würden. Zwei Wachen hatten vor dem Abgang Position bezogen. Sie waren mit Schwertern und einer Hellebarde bewaffnet und trugen eine Lederrüstung.
"Halt, was wollt ihr hier", brüllte uns der Stämmigere der beiden entgegen. "Hinunter", kam die lapidare Entgegnung von Sahel.
"Hier darf keiner 'runter, Kleiner. Alles was dort unten ist, gehört uns." "Willst du mich aufhalten ? ", funkelte der Nethermancer den Wachposten an und seine Stimme wurde merkbar tiefer und böser. "Nein, nein, ich nicht, aber ihr werdet schon sehen, was ihr davon habt", kam die schnelle Antwort.
Und so ging Kaleb die Treppen nach unten, doch noch bevor
er am unteren Absatz angekommen war, schlug ein Armbrustbolzen neben ihm
in der Wand ein. Das war der Anfang meines ersten Kampfes gegen lebende
Gegner, den bisher hatte ich nur Scheinkämpfe oder Auseinandersetzungen
gegen Skelette. Ich war also sehr überrascht als der Kämpfer
neben mir sein Schwert zog und mich attackierte. Sein Angriff zielte auf
meine schwach gerüsteten Arme. Ich wollte gerade einen Zauber werfen,
mußte aber dem Angriff ausweichen. Trotz alle Mühe mich in Deckung
zu bringen verursachte das Schwert meines Gegners einen langen Schnitt
auf meinen rechten Oberarm. Der Schmerz ließ das Adrenalin in meinen
Körper fließen.
Wie von einer Biene gestochen, fing ich an einen Zauber zu weben. Die Erde,
die ich in die Luft geworfen hatte, formte in der Luft rasiermesserschafte
Kristalldarts, die auf meinen Befehl hin jeden unter Beschuß nehmen
konnten. Der Mann erkannte die Gefahr und stürzte sich erneut auf
mich. Dieses Mal wollte er eine tödliche Stelle treffen und reckte
sich, um mich noch rechtzeitig niederzustrecken. Doch er war zu langsam.
Mit einer Handbewegung in Richtung meines Feindes befahl ich den Darts
diesen zu vernichten. Kurz merkte ich, wie ich nach den gefährliche
Energien griff und meinen Willen beugte. Dieses Mal hatte ich Glück,
den mein Lebenspattern widerstand den lebensgefährlichen Warpenergien.
Jetzt war der Zauber ausgelöst und die Darts flogen mit tödlicher
Präzision auf den Menschen zu. Der Zauber war gut, die Darts borten
sich tief in die Schulter und den linken Arm meines Widersachers. Blut
quoll aus den Wunden, als sich die Darts wieder auslösten und Platz
machten.
Doch mein Gegner war noch nicht ausgeschalten. Mit schmerzverzerrten
Gesicht wollte er sich gerade auf mich stürzen, als ich hinter ihm
die Gestalt des Nethermancers auftauchen sah. Dieser war entzwischen die
Treppen herauf gekommen, und hatte einen guten Zeitpunkt abgewartet um
in das Geschehen einzugreifen. Kurz bewegte er seine Arme und mein Gegner
war in ein unnatürliches Licht gebadet. Mit angsterfülltem Gesicht
sah mich mein Feind an, und ich glaubte für einen kurzen Moment, daß
er um Gnade flehen wollte, aber dann war es auch schon wieder vorbei.
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Mit einem zufriedenen Lächeln
wandte sich der Nethermancer dem zweiten Kämpfer zu, der bisher ein
schweres Gefecht gegen Sahel und Fay hatte und schon sehr verletzt aussah.
Als ich erneut zu meinen Gegner sah, lag dieser mit dem Gesicht auf der
Erde. Ich beging den Fehler feststellen zu wollen, ob er tot war, als ich
von einem Bolzen in die Schulter getroffen wurde. Der Armbrustschütze
war noch immer auf dem Dach gegenüber. Fay hatte ihn wohl auch gesehen
und warf einen Dolch nach ihm, doch die Entfernung und Deckung waren zu
viel und der Dolch segelte über das Ziel hinweg. Fast gleichzeitig
liefen wir in Richtung des Schützen. Ich wollte mittels eines weiteren
Zaubers die Wand erklimmen um den Fernkämpfer zu überraschen,
war aber dann doch überrascht als Fay schneller als ich die Wand erklomm.
Sie war ein Diebadept und zeigte es mit Geschick und Grazie, wie man eine glatte Wand erkletterte. Sie war zwar nur einige Sekunden vor mir auf den Dach, doch als ich ankam, war es fast schon vorbei. Der Schütze hatte ein Kurzschwert gezogen aber ein Schlag von Fay hatte ihn schon zu Boden geworfen. "Ergib dich", schrie ich, den ich haßte nichts mehr als unnötiges Blutvergießen. |
Der Kämpfer erkannte seine Unterlegenheit und wollte gerade seine Waffe senken, als sich Fays Schwert in seinen Brustkorb bohrte. Der Mann sah noch einen Moment erstaunt auf das Stück Metall, das gerade sein Leben beendet hatte und verwundert auf Fay bevor er tot umfiel. Mit einem entschuldigend wirkenden Zucken der Schulter sah Fay zu mir rüber und wischte ihre Klinge an dem Umhang des Getöteten ab. Der Kampf unten am Eingang war einzwischen beendet worden, den der Kämpfer konnte es weder mit der Kampfkraft des Kriegeradepten noch mit dem Zauber eines Nethermancers aufnehmen.
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